Interrail,  Reisetagebuch

Zagreb

Ein Wochenende in Zagreb!

Am Donnerstag Abend um halb 7 ging es aus dem regnerischen Ljubljana ins das ebenfalls bedeckte Zagreb, wo wir um 21:00 Uhr ankamen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit gingen wir vom Bahnhof die ca. 2,2km direkt zur Unterkunft und schliefen die erste Nacht aus, schließlich hatten wir luxuriöse zwei Tage Zeit für Zagreb!

 

Unser Airbnb:

In Zagreb sind wir bei Ivan, einem netten Klischee-Kroaten (nett aber wortkarg, spielt ein Musikinstrument, heißt Ivan -> mit Augenzwinkern betrachten!), untergekommen. Zusammen mit seiner Freundin wohnt er in einer 2-Zimmerwohnung, in welcher wir ein großes Gästezimmer beziehen durften. Die Wohnung ist zwar nicht neu, dennoch hat es uns hier gut gefallen und an nichts gefehlt. Und in 20 Gehminuten war man in der Innenstadt, so konnten wir uns auch noch das Ticket für den Nahverkehr sparen.

 

Was gab es zu sehen?

Die Innenstadt Zagrebs lässt sich in Ober- und Unterstadt einteilen. Am ersten Tag nahmen wir uns die Oberstadt vor, am Zweiten die Unterstadt.

Ban-Jelacic-Platz:

Der Ban-Jelacic-Platz ist der zentrale Platz Zagrebs, eine Statue erinnert an den namensgebenden kroatischen Feldherrn aus dem 19. Jahrhundert. Aufgrund der WM stand der Platz ganz im Zeichen dieser und eine große Bühne sowie ein Zelt wurden für das Public Viewing aufgebaut.

Hier schauten wir übrigens auch (in der ersten Halbzeit zusammen mit einem deutschen Junggesellenabschied, weswegen Marcel kurz sein Deutschlandtrikot ausziehen wollte) das Spiel Deutschland – Schweden, Ende ist bekannt.

 

Kathedrale von Zagreb:

Unweit des Ban-Jelacic-Platzes steht die Kathedrale von Zagreb, welche durch die beiden hohen Kirchtürmen zu den höchsten Gebäuden des Landes zählt.

Auf dem Vorplatz der Kirche (wird auch Kapitol genannt, Grenze zwischen Ober- und Unterstadt) liegt ein schöner Brunnen, ein bekanntes Motiv der Stadt.

 

Dolac-Markt:

Wiederum wenige Schritte von der Kathedrale von Zagreb entfernt befindet sich der Dolac-Markt, ein großer bäuerlicher Markt. Hier werden Erzeugnisse unterschiedlichster Art verkauft, unterhalb dieses Platzes befindet sich eine weitere große Halle, wo v.a. tierische Produkte verkauft werden. 

 

St.-Markus-Kirche:

Nach dem Markt gingen wir die ‚ulica ivana tkalčića‘ entlang, in welcher sich Bars an Bars reihten. Besonders am Abend soll hier das Leben toben, doch auch so war hier einiges los. Von hier aus stiegen wir nun zwei schier endlos lange Treppen hoch, sodass der Begriff ‚Oberstadt‘ nun auch körperlich spürbar werden sollte.

Wenn dein Freund dich nicht mit auf‘s Bild lässt

Springen hat auch nicht so ganz geklappt..

Oben angekommen gingen wir zur St.-Markus-Kirche, welche durch das markante Dach ein weiteres klassisches Motiv für Zagreb darstellt.

Weiter Richtung Süden gelangen wir an die ‚Grenze‘ zwischen Ober- und Unterstadt, an welcher man eine tolle Aussicht auf die Unterstadt hatte. Eine hier gebaute Zahnradbahn pendelt zwischen Ober- und Unterstadt, sodass auch Fußfaule, Alte und Gebrechliche die Oberstadt erkunden können. 

In der Oberstadt haben wir übrigens zwei klassische Sehenswürdigkeiten ausgelassen: Das ‚Museum der zerbrochenen Beziehungen’ ist wohl das bekannteste Museum der Stadt, wir entschieden uns dennoch dagegen.

Am Lotrščak Turm wird jeden Tag um 12:00 Uhr (da waren wir natürlich noch längst nicht unterwegs) ein Kanonenschuss in Erinnerung an alte Zeit abgefeuert, zudem kann man für ca. 2,70€ vom Turm aus auf die Stadt herabschauen. Da wir aber unsere Reisekasse schonen wollten verzichteten wir auch hierauf.

 

Botanischer Garten:

In der Unterstadt neben dem Bahnhof befindet sich der botanische Garten, eine Grünanlage mit wohl besonderen Pflanzen. Unser persönliches Highlight war ein Teich mit Wasserschildkröten.

 

Kunstpavillon:

Direkt gegenüber des Bahnhofs liegt der Kunstpavillon, eine Ausstellungshalle für Kunst. Vor der Halle liegt der König-Tomislav-Platz (ein kleiner Park mit Brunnen und vielen Blumen), sodass wir hier eine kleine Pause einlegten.

 

Nationaltheater:

Weiter ging es zum Nationaltheater, einem imposanten Gebäude mit schöner bunter Grünfläche.

 

Tunnel Gric:

Der Tunnel Gric (Gric ist ein Teil der Altstadt), welcher ursprünglich 1945 als Schutz vor Bombardierungen gebaut wurde, ist seit 2016 für Fußgänger freigegebenen. Der Tunnel ist 350m lang und verfügt über vier Ausgänge. Im Tunnelinneren war eine kleine Ausstellung aufgebaut (wir haben aber nicht ganz verstanden worum es geht).

 

Ul. Kneza Branimira: 

Ist die Hauptstraße, die zum Bahnhof führt. Sie hat zwar keine Sehenswürdigkeiten vorzuweisen, allerdings sind entlang der Straße viele Graffitis zu finden von denen einige echt cool sind! 

 

Zagreb ist zwar die größte Stadt Kroatiens, mit knapp unter 800.000 Einwohnern ist sie dennoch nicht allzu riesig und daher noch angenehm. Alle Sehenswürdigkeiten liegen super dicht beieinander, sodass man alles bequem zu Fuß (mit Ausnahme der Treppen, bequem war das nicht) erreichen kann.

Dennoch hält sich die Menge der Sehenswürdigkeiten hier einigermaßen in Grenzen, sodass man die Stadt auch an einem Tag sehen könnte (zumindest die Orte, die wir besucht haben). So hatten wir ein wenig Zeit zum entspannen, was jedenfalls auch nicht schlimm war. Insgesamt ist Zagreb aber auf jeden Fall sehenswert!

Milly und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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