Asien,  Reisetagebuch

Yangon

Mit diesem Reisebericht bricht für uns eine spannende und ungewohnte Zeit an, seit ein paar Tagen reisen wir nämlich getrennt. Dies hat keineswegs mit Problemen zwischen uns zu tun, manchmal liegen Wünsche und Vorstellungen einfach zu weit auseinander und so entschieden wir uns für eine ca. fünfwöchige „Trennung“.

Aus diesem Grund musste Milly sich ein wenig eher aus Myanmar verabschieden, mir hingegen blieben ein paar extra Tage in Yangon. Die ehemalige Hauptstadt (seit 2005 ist die Planstadt Naypyidaw neue Hauptstadt) mit ihren ca. 5,2 Millionen Einwohnern sollte insbesondere aufgrund einer besonderen Sehenswürdigkeit besucht werden, bei unserer Anreise blieb uns dafür bekanntermaßen keine Zeit. Pünktlich mit dem ‚Alleinsein‘ und meinem Umzug (zu zweit war ein Doppelzimmer gut zu bezahlen, alleine lohnt sich aber der Gang in ein Hostel mit Schlafsaal sehr) erwischte mich eine kurze Grippe und so verbrachte ich viel Zeit im Bett, dennoch schaffte ich zumindest die wichtigsten Dinge:

 

Was es zu sehen gab:

Sule-Pagode:

Meine erste Anlaufstelle war diese schön auf einem Kreisverkehr gelegene Pagode. Neben der bereits von weitem sichtbaren goldenen Stupa fallen vor allen Dingen die rundherum angelegten kleinen Läden auf, praktischerweise konnte ich dort die für mein Indien-Visum noch benötigten Passbilder machen lassen. Die Pagode selbst betrat ich nicht, den Eintritt wollte ich mir für die noch folgende Shwedagon-Pagode aufsparen.

 

Unabhängigkeitsmonument:

Neben der Sule-Pagode befindet sich der ‚Maha Bandula Park‘ und in dessen Zentrum das riesige Unabhängigkeitsmonument. Dieses ist wahrscheinlich anlässlich der 1948 erwirkten Unabhängigkeit von den Briten errichtet worden, Angaben aber ohne Gewähr.

 

Rathaus:

Am nördlichen Ende des ‚Maha Bandula Parks‘ steht das imposante Rathaus Yangons. Vor dem Rathaus waren noch letzte Überreste der Feierlichkeiten vom Wasser-Festival zu sehen.

 

Shwedagon-Pagode:

Die Shwedagon-Pagode ist die bekannteste und in vielerlei Hinsicht besondere Sehenswürdigkeit in Yangon. Durch seine auf einem Hügel gelegene Lage und seiner insgesamt 105m hohen Stupa überragt die Shwedagon-Pagode die meisten Gebäude der Stadt und ist auch von vielen Orten aus zu sehen.

Zunächst führen vier Treppenaufgänge aus allen Himmelsrichtungen den Hügel hinauf, oben angekommen erwartet einen dann eine 60.000 Quadratmeter große Fläche mit unzähligen kleinen Tempeln und Stupas.

Das Herzstück der Anlage ist natürlich die zentrale Stupa, diese ist mit insgesamt 60 Tonnen Blattgold und vielen hochkarätigen Diamanten bestückt und zählt daher zu den wertvollsten Stupas der Welt. Zwar haben wir auf unserer Reise wirklich viele Tempel gesehen und daher langsam auch das ganz große Interesse daran verloren, diese Anlage war nichtsdestotrotz wirklich beeindruckend und zählt daher mit Sicherheit zu meinen persönlichen Lieblingstempeln.

 

Hauptbahnhof von Yangon:

Auch das alte Bahnhofsgebäude wird in manch einem Reiseführer als Sehenswürdigkeit angegeben, für mich sollte er als Ausgangspunkt für meine Fahrt mit dem Ringzug dienen. Eine 45km lange Bahnstrecke führt im Kreis durch das Zentrum der Stadt aber auch durch dessen Umland, täglich fahren 15 Züge diese Strecke. Die insgesamt drei Stunden dauernde Fahrt soll einen wirklich authentischen Blick in den Alltag der Einheimischen bieten, leider verkehrt der Zug derzeit aber nur eingeschränkt und nur auf Teilstrecken (dies erfuhr ich erst vor Ort). Schade!

 

Yangon ist sicherlich nicht die aufregendste oder schönste Großstadt, dennoch gefielen mir die Sehenswürdigkeiten und da insbesondere die Shwedagon-Pagode sehr gut. 

Für mich steht nun das wahrscheinlich größte Abenteuer bisher an, mich zieht es in das gigantische, chaotische und aufregende Indien! Ich bin wirklich gespannt und melde mich hoffentlich demnächst aus Kalkutta. Bis dann!

Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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