Asien,  Reisetagebuch

Kinpun

Goldener-Fels

Unser erster Tag in Myanmar war durch wenig Schlaf und viel Busfahrt geprägt, denn leider hatten wir bei der Planung das Neujahrsfest in Myanmar nicht bedacht. Während unseres Aufenthaltes liegt das Land aufgrund der Feiertage für einige Tag still, dementsprechend mussten wir unseren Plan ein wenig komprimieren. Wir landeten in Yangon um acht Uhr abends und begaben uns direkt zum Hostel. Am nächsten Tag wollten wir den Nachtbus nach Bagan nehmen, dazwischen musste nun also noch der Besuch des goldenen Felsens stattfinden. Dieser befindet sich rund fünf Stunden von Yangon entfernt, also machten wir uns um 04:45 Uhr in der früh auf den Weg zur Bushaltestelle (diese liegt in Yangon praktischerweise eine Autostunde außerhalb des Zentrums) und fuhren dort um 06:00 Uhr mit dem Bus ab. Fünf Stunden später erreichten wir Kinpun, der Basisstation für den Besuch. Von dort aus ging es auf der Ladefläche eines LKWs (und diese wurde wirklich bis auf den letzten Centimeter mit Menschen vollgemacht) eine Dreiviertelstunde den Berg hinauf nach Kyaikhto, einem Mini-Dorf auf dem Berggipfel. Nun trennten uns nur noch 15 Minuten Fußweg vom goldenen Felsen!

Der goldene Fels gilt als eine der heiligsten Stätten für Buddhisten in Myanmar, aber auch unter Touristen ist er äußerst beliebt. Vor Ort waren überraschenderweise allerdings nur ganz wenig westlich aussehende Touristen unter den vielen Besuchern, im Gegensatz zu unseren vorher besuchten asiatischen Ländern ist Myanmar einfach noch wesentlich weniger bekannt und auch erst seit einigen Jahren für Touristen geöffnet. 

Leider gibt es für Frauen an vielen heiligen Orten in Myanmar Verbote, auch hier war das Berühren bspw. verboten. Außerdem dürfen Frauen nicht nah an den Felsen herantreten und auch ein ‘Aussichtsbalkon’ ist für Frauen gesperrt.

Der Legende nach wird der Felsen nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, diese sollen sich unter der goldenen Stupa (dem Hütchen auf dem Felsen) befinden.

Wir verbrachten ungefähr eine Stunde auf dem Berggipfel, anschließend fuhren wir zunächst wieder mit dem LKW nach Kinpun und dann mit dem Bus zurück nach Yangon. Wir erreichten die Busstation gegen 20:30 Uhr, also lediglich 30 Minuten vor der Abfahrt unseres Busses nach Bagan. Die Busstation in Yangon umfasst ein riesiges Gelände und ist unfassbar chaotisch, weswegen uns nichts anderes übrig blieb als mit dem Backpack auf dem Rücken und dem Namen unseres Busunternehmens auf dem Handy über das Gelände zu rennen und die Leute nach dem richtigen Weg zu fragen – irgendwie fanden wir dann zum Glück noch rechtzeitig unseren Bus!

Unter dem Strich saßen wir also 12 Stunden im Bus bzw. LKW, dennoch hat es sich absolut gelohnt und wir würden es jederzeit wieder so machen!

In Bagan haben wir glücklicherweise mehr Zeit und werden die ‘Stadt der 1000 Tempel’ in Ruhe erkunden. Bis dann!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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