Asien,  Reisetagebuch

Vientiane

Nächstes Land: Laos! 

Rückblickend betrachtet verging die Zeit in Thailand doch wiedermal wahnsinnig schnell, dennoch stellt sich am Ende doch immer auch eine gewisse Neugierde auf das Kommende ein. Wir entschieden uns für Laos, ein Land, von welchem wir im Vorfeld eigentlich nie wirklich gehört hatten und daher auch ohne Erwartungen einreisten. 

Der Nachtbus aus Chiang Mai warf uns ausgeschlafen morgens um 08:00 Uhr am Busterminal von Nong Khai raus, von dort waren es nur noch wenige Kilometer bis zur Grenze. Ein ganzes Kommando von Tuk-Tuk-Fahrern erwartete unseren Bus schon sehnsüchtig und nach kurzer Verhandlung stiegen auch wir in ein solches Gefährt ein. Die thailändische Grenzstation war rund 3km entfernt, dort  erhielten wir aber nur schnell einen Ausreisestempel in unseren Pass. Im Anschluss ging es mit dem Bus über die ‘Freundschaftsbrücke’, welche über den Mekong die Ufer von Thailand und Laos verbindet. An der laotischen Grenzstation stand ein wenig mehr Papierkram auf dem Programm, außerdem ist hier, im Gegensatz zu Thailand, das Visa nicht kostenfrei (30 US-Dollar). Dennoch ging das Ganze relativ schnell und ca. 20 Minuten später hielten wir unser Visa in den Händen (bzw. unseren Reisepass mit dem eingeklebten Visa).

Am Geldautomaten zogen wir noch schnell ein paar Kip’s und hielten dabei zum ersten Mal über eine Million in bar in der Hand (1€ sind ungefähr 10.000 Kip), anschließend ging es mit dem öffentlichen Bus in das Zentrum der laotischen Hauptstadt. Übrigens boten uns auch hier diverse Taxifahrer wieder wirklich ‘günstige’ Taxifahrten in das Zentrum an (die Angebote entsprachen ungefähr 10€), der öffentliche Bus schlug mit 80 Cent zu Buche.

 

Unser Hotel: 

Über eine Facebook-Gruppe sind wir vor einiger Zeit auf eine interessante Sache gestoßen: Bei booking.com gibt es sogenannte Freundschaftslinks, bei denen man ab einem bestimmten Betrag einen Teil zurückerstattet bekommt (und der ‘Freund’ bekommt ebenfalls einen Bonus), in der Regel waren dies 15€ Rückerstattung bei nur 30€ Mindestbuchwert. Glücklicherweise gibt es in besagter Gruppe unzählige dieser Links und diese nutzen wir natürlich gerne. Statt zwei Nächten im Hostel für 25€ gönnten wir uns daher ein Hotel für 40€ (jeweils zwei Nächte für zwei Personen, für Laos relativ teuer) und erhielten so zwei Nächte im ‘Central Vienna Hotel’ mit Doppelbett, Klimaanlage und eigenem Bad zum Schlafsaalpreis. Grundsätzlich würden wir zwei Betten im Schlafsaal einem Hotel immer vorziehen (irgendwie fehlte uns das Gewusel von anderen Leuten), in Vientiane gab es jedoch kein wirklich gutes Hostel und so nahmen wir ausnahmsweise das Hotel gerne an.

Das Zimmer selbst war zwar nicht das Neueste, dennoch konnten die oben erwähnte Vorteile durchaus überzeugen und außerdem gab es am Morgen ein kleines Frühstück inklusive. Wir waren definitiv zufrieden!

 

Was es zu sehen gab: 

Obwohl Vientiane die Hauptstadt sowie die größte Stadt von Laos ist, hat es dennoch nicht den besten Ruf und wir von vielen Rucksackreisenden maximal als Durchgangsstation genutzt, oft sogar gänzlich ausgelassen. Wir wollten uns dennoch ein eigenes Bild machen und waren durchaus positiv überrascht.

Pha That Luang:

Den Anfang machte mit ‘Pha That Luang’ direkt die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt sowie das Nationalsymbol von Laos. Neben dem goldenen Stupa selbst (ein bestimmtes buddhistisches Bauwerk) befinden sich noch weitere Tempel sowie ein großer liegender Buddha auf der Anlage.

 

Patuxai:

Dieser Triumphbogen wurde in den 1960er Jahren zur Ehren der laotischen Unabhängigkeit von Frankreich errichtet.

In Vientiane liegen die Sehenswürdigkeiten dicht beieinander und so bietet sich das Leihfahrrad ideal als Transportmittel an. Auch finanziell lohnt sich die sportliche Betätigung, das Leihrad kostet gerade einmal einen Euro.

 

That Dam:

‘That Dam’ ist ein weiterer Stupa in Vientiane. Viele Laoten glauben, dass eine siebenköpfige Schlange im inneren lebt und die Stadt 1827 vor einer siamesischen Invasion beschützte.

 

Präsidentenpalast:

Der Präsidentenpalast ist das vielleicht schönste Gebäude der Stadt, dennoch lebt der Präsident hier nicht. Stattdessen sind einige Büros im Palast beheimatet, außerdem wird es bei offiziellen Empfängen genutzt.

 

Wat Si Saket:

Direkt neben dem Präsidentenpalast befindet sich eine der ältesten Tempelanlagen der Stadt.

 

Anuvong-Statue: 

Im gleichnamigen Anuvong-Park befindet sich diese Statue des letzten laotischen Königs Anuvong.

 

Anuvong-Park und Markt:

Entlang des Mekong-Ufers gibt es mit dem ‘Anuvong-Park’ eine große parkähnliche Fläche, am Abend öffnet dort ein größerer Markt. Jeden Abend finden im Park öffentliche Sportveranstaltungen für Jedermann statt, am ersten Abend sahen wir beispielsweise etwa 50 Personen beim Zumbatanzen.

 

Vientiane wird seinem schlechten Ruf unserer Meinung nach nicht gerecht und ist durchaus einen Stop wert. Natürlich gibt es hier nicht sensationell-aufregende Sehenswürdigkeiten, dennoch hat die laotische Hauptstadt (welche sich übrigens eher wie eine Kleinstadt anfüllt) durchaus seine interessanten Ecken.

Wir fahren weiter nach Vang Vieng, einem kleinen und unter Backpackern beliebten Ort ca. 150km nördlich von Vientiane. Bis bald!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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