Interrail,  Reisetagebuch

Venedig

Beautiful Venezia

Nach entspannten Tagen in Kroatien stand als nächstes ein echtes Highlight auf unserem Plan, das schöne Venedig. Bilder aus der Stadt kennt man zu genüge, und da uns der Weg von Kroatien nach Italien schon in die Richtung brachte war der Entschluss schnell gemacht, wir bleiben drei Nächte hier!

Kurz zur Stadt: Die angesprochenen typischen Bilder aus Venedig stammen aus dem historischen Zentrum, welches auf 118 Inseln vor der Küste liegt. Venedig besteht zum großen Teil jedoch auch aus Stadtgebiet auf dem Festland, welches (soviel können wir schon verraten) überhaupt nicht spannend aussieht.

 

Unser Airbnb:

Unser Airbnb besteht aus einem Zimmer mit Etagenbett in einer Dreizimmerwohnung, in welcher alle drei Zimmer über Airbnb vermietet werden, quasi wie ein kleines Hostel. Der Vermieter wohnt irgendwo anders, lediglich beim Check-in haben wir Jemanden gesehen.

Die Unterkunft hatte alles Nötige und war echt in Ordnung, leider funktionierte jedoch der Strom in der Küche zeitweise nicht. Davon abgesehen konnten wir jedoch nicht meckern.

Gelegen war das Airbnb im Stadtteil Mestre, welcher auf dem venezianischen Festland liegt und ca. 10km vom historischen Zentrum entfernt ist. Während dort die Hotelpreise gerade jetzt zur Ferienzeit astronomische Züge annehmen kann man in Mestre relativ günstig unterkommen. Zwischen den Bahnhöfen Mestre und Santa Lucia (Altstadt) fahren die Züge im 10 Minuten Takt und dank Interrail-Ticket konnten wir umsonst fahren, daher war die Lage für uns kein Problem.

 

Was gab es zu sehen?

In Venedig hatten wir den Abend des Ankunftstages sowie zwei weitere Tage eingeplant, ausreichend Zeit also. 

Den ersten Abend nutzten wir für einen absichtlich-planlosen Spaziergang durch die Altstadt. Bereits aus der Bahnhofshalle hat man einen Blick auf den Canal Grande (der große Hauptkanal, der durch die Altstadt fließt) und die Kirche ‚San Simeone Piccolo‘ und bekommt so direkt ein typisches Bild der Stadt: schöne Gebäude und viel Wasser.

 

Rialtobrücke:

Die Rialtobrücke wurde im 16. Jahrhundert gebaut und ist die berühmteste der fünf Brücken, die über den Canal Grande führen. Als Besonderheit bietet sie neben dem Fußweg noch Platz für einige Geschäfte, heute meistens Souvenirläden. 

 

Kaufhaus ‚Fondaco dei Tedeschi‘:

Wie der Name auf Italienisch schon verrät war das Gebäude früher eine Niederlassung deutscher Händler, heute enthält es ein Kaufhaus für hochpreisige Waren. Es liegt nur wenige Meter entfernt von der Rialtobrücke. Besonders hieran ist die begehbare Dachterrasse, welche einem einen richtigen schönen Blick über die Dächer der Stadt ermöglicht!

 

Santa Maria della Salute:

Die Kirche Santa Maria della Salute ist eine riesige Kirche, welche am ‚Eingang‘ des Canal Grande erbaut wurde. Als sogenannte Vovitkirche wurde sie im 17. Jahrhundert nach der Pestepidemie (als Dank über dessen Ende) errichtet.

Da wir aufgrund der wenigen Brücken über den Canal Grande keinen großen Umweg laufen wollten schauten wir uns die Kirche von einem Gondelsteg am Ufer gegenüber an.

 

Markusplatz und Markusdom:

Unweit von der Santa Maria della Salute befindet sich der Markusplatz, der berühmte Hauptplatz Venedigs. Dieser Platz ist von schönen Gebäuden umgeben, am berühmtesten davon ist der Markusdom. Zu unserem Glück fand zeitgleich mit unserem Besuch auf dem Markusplatz ein Konzert von Zucchero (ein in Italien sehr berühmter Sänger, manch einer kennt das Lied ‚Senza una Donna‘) statt, sodass 3/4 des Platzes mit Zäunen umzäunt und so nicht betretbar waren. Doch auf von Nahem sah der Markusdom echt wahnsinnig aus! Leider haben wir es nie vor 18:00 Uhr zum Dom geschafft, daher konnten wir keinen Blick in das Innere werfen.

 

Dogenpalast:

Direkt an den Markusdom Richtung Wasser schließt sich der Dogenpalast an. Der Doge war damals das Oberhaupt der Republik Venedig, dementsprechend war dieser Palast ursprünglich Sitz der Regierung. Heute ist der Dogenpalast Teil der Museen in Venedig und beheimatet deswegen viele Kunstwerke.

 

Die Seufzerbrücke:

Neben dem Dogenpalast wurde ein Gefängnis errichtet, denn die Gegängniszellen, welche im Dogenpalast eingerichtet waren, reichten schnell nicht mehr aus.  Beide Gebäude sind durch die Seufzerbrücke, die ‚Ponte dei Sospiri‘, verbunden. Diese Brücke enthält ein kleines Fenster, durch welches die Gefangenen auf dem Weg in das Gefängnis einen letzten Blick in die Freiheit werfen konnten und dabei oft einen Seufzer ausstießen.

 

Eigentlich ist Venedig wirklich traumhaft und eine der schönsten Städte, die wir bisher gesehen haben. Venedig hat jedoch ein großes Problem, die Touristen. Wir sind selbst natürlich auch welche, daher klingt dieser Teil eventuell ein wenig paradox. Dennoch ist es in Venedig einfach sehr extrem, sodass die Idylle wirklich etwas getrübt wurde. Man strömt quasi in riesengroßen Menschenmengen durch die Gassen, an allen Sehenswürdigkeiten stapelten sich die Hobbyfotographen. Eine Kugel Eis für 1,50€ war ein absoluter Schnapper, regelhaft waren Preise zwischen 1,70 – 2,00€. Dementsprechend verging einem leider teilweise die Lust an der Stadt, dennoch war sie unter dem Strich ein einmaliges Erlebnis.

 

Ansonsten hätte der Aufenthalt noch ein weiteres Highlight. Per Facebook wurde Marcel von einem Flixbusfahrer angeschrieben, er habe doch tatsächlich das Portmonee gefunden! Zufällig sollte er am selben Abend auch noch durch Venedig fahren, doppelt Schwein gehabt! Portmonee ist also vollständig wieder aufgetaucht. 🙂

 

Milly und Marcel

 

Wir sind Milly und Marcel

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