Asien,  Reisetagebuch

Vang Vieng

Auf dem Weg von Vientiane nach Luang Prabang, der wahrscheinlich bekanntesten und meistbesuchten Stadt des Landes, legten wir einen zweitägigen Zwischenstop im beschaulichen Vang Vieng ein. Die Stadt besitzt gerade einmal rund 25.000 Einwohner, durch die vielen wunderschönen Felsformationen im Umland ist es dennoch unter Touristen ein sehr beliebter Ort. In den frühen 2000er Jahren war es gerade unter jungen Backpackern als ‘Ballermann Südostasiens’ bekannt und berüchtigt, besondern das ‘Tubing’ (auf einem aufgeblasenen Reifen den Fluss runter treiben und dabei an vielen Bars am Ufer anhalten) war lange Zeit besonders angesagt. Durch den Konsum unterschiedlichster Drogen gab es dabei jedoch einige Todesopfer, sodass die Regierung im Jahr 2012 viele Uferbars abreißen ließ und zumindest das ‘Tubing’ eindämmte. 

Auf dem ‘Nam Xong’, welcher direkt an der Stadt entlang fließt, geht es heute wesentlich ruhiger zu

Der Weg von Vientiane nach Vang Vieng ist gerade einmal 150km lang, bei den laotischen Straßenverhältnisse brauchten wir dennoch etwas über vier Stunden. Die Straßen waren nur teilweise asphaltiert und neben vielen Schlaglöchern behinderten auch einige auf der Straße laufende Rinderherden immer mal wieder den Verkehr. Am Ende erreichten wir aber wohlbehalten unser Ziel, wenn auch gut durchgeschüttelt.

 

Unser Hostel:

Als Backpackermetropole gibt es in Vang Vieng natürlich unzählige Hostels, wir kamen für zwei Nächte im ‘Freedom Backpacker Hostel’ unter. Die Nacht kostete gerade einmal 4€ pro Person im 10er-Schlafsaal, dafür bekam man ein bequemes Bett mit Steckdose und Vorhang, relativ gutes Wlan und am morgen sogar ein ziemlich gutes Frühstück (Pancakes). Dieses gab es übrigens im Dachgeschoss mit Stadtausblick, ein weiters Highlight des Hostels. Wir waren definitiv zufrieden mit unserer Wahl!

Der Ausblick beim Frühstück

 

Was es zu sehen gab:

Die Stadt:

Vang Vieng selbst ist nahezu vollkommen auf den Tourismus ausgelegt und bietet selbst eher kaum Sehenswürdigkeiten, stattdessen gibt es in der Umgebung viele Höhlen und Lagunen zu entdecken. Dennoch machten wir zumindest einen Kurzspaziergang an das Ufer des ‘Nam Xong’ und entdeckten dabei eine coole Bambusbrücke.

Getestet haben wir die Brücke selbst nicht, scheint aber zu halten!
Die Straßen der Stadt sind von Restaurants, Hotels und Tourbüros geprägt

 

Nam Xay Topview:

Etwa 10km außerhalb der Stadt befindet sich dieser coole Aussichtspunkt, den Weg dahin legten wir mit dem Mietroller zurück. Der Aufstieg brauchte ca. 40 Minuten und war teilweise wirklich schwierig (teilweise konnte man das schon ‘klettern’ nennen), am Ende wurden wir jedoch mit einer ziemlich coolen Aussicht belohnt. Auf der Spitze befindet sich eine kleine Hütte sowie ein Motorrad!

Teilweise war der Weg nach oben eine echte Herausforderung!

Highlight war definitiv dieses Motorrad!

 

Blaue Lagune Nr. 3:

Neben vielen Höhlen gibt es auch viele Lagunen im Umfeld Vang Viengs. Die bekannteste Lagune ist definitiv ‘Lagune Nr. 1’, dort soll es aber auch mit Abstand die meisten Touristen geben. Wir entschieden uns daher für die etwas weiter entfernte Lagune Nr. 3, diese kann (zumindest auf den gesehenen Bildern) definitiv mit der Lagune Nr. 1 mithalten. Natürlich gab es auch dort andere     Mittouristen, dies hielt sich jedoch absolut im Rahmen.

Der Weg vom Viewpoint zur Lagune war übrigens ein reiner Schotterweg mit unzähligen Schlaglöchern, zu zweit auf einem Roller war dies definitiv grenzwertig. Am Ende hat es sich aber gelohnt!

 

Wir verbrachten zwei Nächte und damit einen vollen Tag in Vang Vieng, man hätte aber durchaus auch noch einen zweiten oder vielleicht sogar dritten Tag dort verbringen können. Es werden unzählige Touren angeboten und dort ist sicherlich auch für jeden was dabei. Grundsätzlich bewegen wir uns aber lieber unabhängig mit dem eigenen Roller und haben daher nur die für uns wichtigsten Dinge angesehen.

Wir fahren nun weiter Richtung Norden nach Luang Prabang, bis bald!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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