Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Uyuni

Zu Besuch in der größten Salzwüste der Welt!

Die Salzwüste von Uyuni ist sicherlich eines der Highlights in Bolivien und durfte daher auf gar keinen Fall fehlen. Im Südwesten des Landes gelegen liegt die Salzwüste quasi auf dem Weg Richtung Chile, für uns ideal.

Wir fuhren mit dem Bus von Sucre nach Uyuni und blieben dort nur eine Nacht. Uyuni liegt mitten in der Wüste und lebt ausschließlich vom Tourismus, außer vielen Tourbüros gibt es dort dementsprechend wenig zu sehen. Angekommen organisierten wir daher nur die Tour und aßen etwas, ehe es am nächsten Morgen auch schon losging:

Tag 1:

Die Tour startete morgens um 10 Uhr, zunächst galt es das ganze Gepäck auf den Dächern der Autos zu verstauen. Mit sieben Personen füllten wir unseren Geländewagen komplett aus, unser Hab und Gut musste daher auf’s Dach.

Der erste Stop der dreitägigen Tour war der Cementerio de Trenes (dt.: Eisenbahn-Friedhof), welcher direkt neben der Stadt Uyuni liegt. Mittels Eisenbahnen wurden bzw. werden nach wie vor die Rohstoffe aus den Mienen um Uyuni abtransportiert, die alten ausrangierten Loks lagern hier seit vielen, vielen Jahrzehnten.

Im Anschluss ging es nach Colchani, einem kleinen Dorf direkt am Rande der Salzwüste. Die Menschen dort gehören zu den ganz Wenigen, welche eine Lizenz zum Abbau des Salzes aus der Salzwüste besitzen. Wir besichtigten eine Manufaktur, in welcher das Salz von Hand getrocknet und verpackt wurde.

In einem ehemaligen Salzhotel in der Salzwüste gab es nun Mittag.

Eines der Highlights der Salzwüste sind sicherlich die Perspektivfotos, denn in der scheinbar endlosen Wüste kann man leicht solche Fotos schießen. Nach dem Mittagessen fuhren wir ca. eine Stunde weiter durch die Wüste, ehe wir anhielten und endlich die heißbegehrtem Fotos (und auch Videos!) machen konnten.

Mitten in der Wüste tauchte eine große Insel auf, die Isla Inca Wasy. Wir stoppten dort und liefen auf einem Pfad über die Insel, welche von riesengroßen Kakteen bewohnt wird. Laut unserem Guide bewohnen auch Echsen die Insel, bei den dortigen Bedingungen irgendwie unvorstellbar..

Zum Tagesabschluss beobachten wir noch den Sonnenuntergang direkt in der Wüste, im Anschluss ging es ins Hostel.

 

Tag 2:

Der zweite Tag startete früh, an diesem sollten uns beeindruckende Landschaften und Lagunen erwarten.

Zunächst ging es zum Vulkan Ollague, ein inaktiver, 5840m hoher Vulkan. Diesen betrachteten wir mit einigen (hundert) Metern Abstand.

Anschließend besuchten wir insgesamt drei Lagunen, welche von Flamingos bewohnt wurden. An der letzten gab es unser Mittagessen, stilecht aus dem Kofferraum des Geländewagens.

Danach fuhren wir zu einer kleinen Berühmtheit, dem Stone Tree (dt.: Steinbaum). Neben anderen Steinformationen stand dort dieser Stein, welcher tatsächlich ein wenig an einen Baum erinnerte.

Weiter ging es zur Roten Lagune, welche ihrem Namen alle Ehre macht. Durch Plankton erscheint das Wasser wirklich rot! Auch hier bewohnten übrigens wieder Flamingos die Lagune, wirklich beeindruckende Tiere!

Den Tagesabschluss bildeten diese Geysire, welche sich auf 5000m Höhe und damit dem höchsten Punkt der gesamten Tour befinden:

 

Tag 3:

Ehe wir uns versahen brach auch schon der dritte Tag an, außerdem unser letzter Tag in Bolivien. Da ein Teil der Gruppe den weiten Weg nach Uyuni zurück antreten musste, endete für uns die Tour bereits am Morgen am Grenzübergang Bolivien – Chile. 

Auf dem Weg dorthin standen allerdings noch zwei Punkte auf dem Plan, zunächst besuchten wir die Salvador-Dali-Wüste. Diese liegt höher als die Uyuni-Wüste, in der Regenzeit fließt daher das Salz mit in die Uyuni-Wüste, daher findet man hier kaum Salz.

Der zweite und letzte Punkt war der Grünen See, welcher sich im Krater eines Vulkans befindet und durch bestimmte Gase giftig ist. Die grüne Farbe ist bei starkem Wind besser zu sehen, wir hatten natürlich annähernd keinen Wind:-) Dennoch konnte man die Farbe zumindest erahnen.

Im Hintergrund befindet sich der Vulkan Licancahur, welcher mit seinen 6000m Höhe auch aus San Pedro de Atacama, Chile, zu sehen ist. Vor einiger Zeit probte die NASA auf der Spitze des Vulkans.

Für uns endete die Tour wie erwähnt am bolivianisch-chilenischem Grenzübergang, dieser lag nur eine halbe Autostunde vom Grünen See entfernt. Unser Guide besorgte uns noch fix den bolivianischen Ausreisestempel (mit den Worten “Ich hab dort viele Freunde”), glücklicherweise konnte wir die Schlange an der Behörde so überspringen. In Bolivien ticken die Uhren halt ein wenig anders..

Mit dem Van sollte es nun nach San Pedro de Atacama gehen, unserem ersten Halt in Chile. Vorher stand jedoch noch die chilenische Einreise ein, welche alles bisher gesehene bei Weitem überbot. In Peru oder Bolivien gab es einfach einen Stempel in den Reisepass, in Chile wurden wir und unser Gepäck genauestens durchsucht. Viele Lebensmittel, z.B. Obst oder Coca-Blätter, dürfen die Grenze nämlich nicht passieren.

Der Grenzübergang klappte jedoch und ca. eine Stunde später waren wir in San Pedro de Atacama. Der Grenzübergang zwischen Bolivien und Chile sollte nicht nur der Übergang zwischen zwei Ländern, sondern zwischen zwei Welten sein. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr!

 

Für uns war die Uyuni-Tour ein echtes Highlight und hat ihren hohen Preis absolut gerechtfertigt. Bisher ungekannte Landschaften sowie traumhafte Lagunen machten die drei Tage wirklich unvergesslich. 

 

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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