Interrail,  Reisetagebuch

Kopenhagen

Hallo aus Kopenhagen!

Es ist noch ein wenig unwirklich, aber es ist wahr: unsere Interrail-Reise ist gestartet und wir sind in Kopenhagen! Aber der Reihe nach:

Am Montag, 04. Juni 2018, und nach nur wenigen Stunden Schlaf klingelten unsere Wecker. Bis nach Mitternacht waren wir noch mit unserem Gepäck beschäftigt und stiegen um 05:56 Uhr in den Zug in Rodenkirchen mit dem Ziel: Kopenhagen.  Also ging es alles andere als ausgeschlafen los, aber was soll’s? Schlafen kann man auch noch später im Leben..

Wir wollen die nächsten 6 Wochen mehr oder weniger in den Zügen Europas verbringen, doch bereits in Bookholzberg gab es die erste Panne. Ein technischer Defekt legte die Strecke lahm, so ging es zurück nach Hude. Zwei ungewisse Stunden später konnten wir zwar weiterfahren, unsere geplante Zugverbindung war aber natürlich längst hinfällig und so waren wir erst nach 10 statt geplanten 8 Stunden in Kopenhagen.

Unser Hostel:

Zwei Nächte haben wir im Bedwood Hostel in einem 8-Bett-Zimmer verbracht.
Mit 21,50€ pro Nacht war es das günstigste Hostel in ganz Kopenhagen.
Die Zimmer sind nicht all zu groß, dennoch hat man durch Vorhänge an den Betten ein wenig Privatsphäre. Das Hostel ist sauber, das Personal freundlich und es gibt eine Küche zum Kochen (für uns ein riesiger Pluspunkt da Kopenhagen im Vergleich zu Deutschland teuer ist)! Es hätte uns also schlechter treffen können und die Lage im Hinterhof direkt am berühmten Nyhavn ist wirklich gut:

Link zum Hostel: https://bit.ly/2Nxl27C

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps:

Nyhavn:

Da der Hafen direkt vor unserer Tür liegt haben wir diesen noch am Abend unserer Ankunft erkundet. Nyhavn bedeutet übersetzt „neuer Hafen“, hat seinen Namen jedoch schon 1673 bekommen, was erklärt weshalb er heute auf einigen Seiten auch als alter Hafen bezeichnet wird. Am Ufer sind viele kleine Restaurants und Bars zu finden, bei gutem Wetter sitzen einige auch nur am Hafenbecken und genießen das schöne Wetter. Highlight sind hier natürlich die Bunten Hauswände.

Schloss Christiansborg:

Das Schloss Christiansborg liegt mitten im Zentrum Kopenhagens. Es beherbergt die jeweiligen höchsten Instanzen der drei Staatsgewalten zusammen in einem Gebäude – einzigartig in ganz Europa!

Warum es uns anzog: Das Schloss hat einen 106m hohe Schlossturm, welcher kostenlos als Aussichtsturm (Gott sei Dank per Fahrstuhl) erklommen werden kann und eine schöne Aussicht über ganz Kopenhagen bietet:

Pissoir:

Der Stadtteil ‚Pisserenden‘ ist ein alternatives Szeneviertel, welches heute vor allen Dingen für seine Schwulenszene und die vielen, kleinen, bunten Läden, Boutiquen und Restaurants bekannt ist – einfach mal durch die Straßen schlendern.

Christiania:

Die Freistadt Christiania im Stadtteil Christianshavn ist eine seit 1971 existierende alternative Wohnsiedlung. Das offiziell als ‚staatlich geduldete, autonome Gemeinde’ verbuchte Gelände bietet einem jede Menge zu entdecken: Verkaufsstände bieten unterschiedlichstes Essen, Getränke und Souvenirs an, an vielen Ecken tönt laute Musik. Die vielen Gebäude sind teilweise bunt, teilweise unkonventionell (ich denke da an ein Haus, welches aus einem Bretterhaufen bestand), aber doch alle beeindruckend. Ebenso auch die dort lebenden Menschen, welche individueller nicht seinen könnten.
Christiania ist absolut beeindruckend, nur das Fotografieren ist hier nicht gern gesehen (wenn dann nur nach ausdrücklicher Erlaubnis der jeweiligen Personen). Ob das vielleicht auch an den vielen Verkaufsständen bestimmter rauchbarer Pflanzen liegt? Für uns Deutsche auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Anblick.

Eine Hauswand am Eingang

Eine Galerie in ‚Freetown Christiania‘

Schloss Amalienborg:

Das Schloss Amalienborg ist über 250 Jahre alt und dient mit seinen vier nahezu identischen Gebäuden  als Stadtresidenzen für die Königsfamilie.
Bekannt ist das Schloss Amalienborg zudem für den täglich um 12:00 Uhr stattfindenden Wachwechsel.

Die kleine Meerjungfrau:

Sie ist wohl der Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten: Als 125cm große Bronzestatue sitzt sie auf einem Findling an der Uferpromenade.
Einen solches Postkartenmotiv darf bei einem Kopenhagen-Besuch natürlich nicht fehlen, man sollte allerdings keine all zu großen Erwartungen haben, denn wirklich spektakulär ist sie ehrlicherweise nicht. Uns Kunstbanausen reichte ein schnelles Foto um sagen zu können „wir waren dort“.

Nach zweieinhalb Tagen geht die Reise für uns weiter und wir sagen „Tschüss Kopenhagen“!

Melina und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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