Interrail,  Reisetagebuch

Stockholm

Letzte Stadt in Skandinavien – Stockholm! 

Und wieder beginnen wir unseren Post mit: Zugproblemen – was auch sonst? Diesmal müssen wir es allerdings auf unsere eigene Kappe nehmen. Züge in/nach Schweden sind grundsätzlich reservierungspflichtig. Wir also am Samstag zum Bahnhof um unsere Reservierung für Sonntag zu buchen- Was war? – Ausgebucht unser Zug!! Zum Glück haben wir noch zwei Plätze im Zug vier Stunden später bekommen, dennnoch mussten wir das Airbnb um 10 Uhr verlassen und die Zeit somit am Bahnhof verbringen, da wir mit unseren schweren Rucksäcken nicht durch die Stadt schlendern wollten. Die fünfeinhalbstündige Fahrt an sich war dann relativ unspektakulär und verlief problemlos da unser Zug direkt nach Stockholm fuhr. 

Unser Airbnb: 

Diesmal haben wir keine Privatwohnung, sondern nur ein Privatzimmer gebucht. Die Lage des Airbnb in Södermalm ist wirklich gut und somit konnten wir alles zu Fuß erreichen. Die Wohnung an sich ist sehr gemütlich (kein moderner Kram sondern eher familiär) und der Gastgeber Liam super freundlich! 

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps:

Die Altstadt:

DIe Gamla Stan (so heißt die Altstadt Stockholms) liegt auf der Stadtinsel Stadsholmen. Grundsätzlich ist sie mit Altstädten anderer Städte vergleichbar, d.h. sie ist durch alte Gebäude und enge Gassen gekennzeichnet (wie der Name ja auch schon vermuten lässt). Dennoch ist die Altstadt hier unserer Meinung nach wirklich besonders schön, denn durch die vielen kleinen Läden und Restaurants ist es ein Erlebnis, durch die Gassen zu schlendern. Auch die Gebäude sind absolut ansehnlich!

Eine besondere Attraktion ist die Marten Trotzigs Gränd, eine nur 90 Zentimeter breite, steile Straße inmitten der Altstadt. Kleiner Tipp: Während sich um die Mittagszeit Scharen von Touristen durch die Straße zwängen, hat man sie gegen Abend quasi für sich allein! 

 

Das königliche Schloss:

Nördlich der Altstadt, aber noch auf der Insel Stadsholmen, liegt das königliche Schloss. Zwar ist es heute nicht mehr von der Königsfamilie bewohnt (es enthält nur einige Büros der Familie und dient zur Repräsentation dieser), dennoch wird es wie die Schlösser in Kopenhagen und Oslo von Wachen bewacht. Neben dem Innenhof kann man unter anderem die königliche Schatzkammer oder Kapelle besuchen, für umgerechnet 16€ war es uns dies aber nicht wert.

Durch Zufall konnten wir den Wachwechsel um 13:15 Uhr miterleben, welcher aufgrund der königlichen Musikkapelle sowie der aufwendigen Choreografie tatsächlich sogar interessant war!

Zu Ehren des verstorbenen Künstlers Avicii spielte die Musikkapelle sogar „Don‘t you worry child“ von Swedish House Mafia, was zumindest bei Milly Gänsehaut verursachte. Ob sie dies immer tun können wir leider nicht sagen. 

Das Museum für moderne Kunst:

Wir können es noch nicht recht glauben, aber wir waren in einem Kunstmuseum! Die Gründe sind aber schnell erzählt: Das Museum liegt auf der Insel Skeppsholmen, die dahinführende Brücke bietet einem einen tollen Ausblick auf den Hafen Stockholms:

Da wir also sowieso schon halb auf der Insel waren und wir durch Zufall erfuhren, dass es im Museum ein Bild von Pablo Picasso bei freiem Eintritt zu sehen gibt, war die Entscheidung schnell gefällt (genauer gesagt: Marcel wollte unbedingt, Milly hatte eigentlich keine Lust). Wie bereits in früheren Beiträgen erwähnt ist unser Interesse für Kunst beschränkt, daher huschten wir in das Museum, lasen uns alle Namen neben den Bildern durch (dabei entdeckten wir noch Joan Miro und Andy Warhol) und machten schnell Schnappschüsse, sodass wir nach 10 Minuten mit Bildern der Werke der drei Künstler schnell das Gebäude wieder verlassen konnten. Übrigens: ein weiteres Kunstwerk bestand aus einem quadratischem pinkem (schlicht einfarbigem!!) Stück Stoff, welches an der Wand hing und von einem Ventilator angeblasen wurde (Künstler unbekannt, weil wir uns den Namen nicht gemerkt haben). Unser Fazit daher: Kunst ist immernoch nicht unser Ding, und: Wir haben einen Picasso gesehen!!

Marcel, 22 – stoltz wie Oskar, weil er ein Bild von Picasso live gesehen hat..

Wir mussten uns doch etwas zusammen reißen um nicht loszulachen..

 

Das Rathaus:

In der Nähe des Hauptbahnhofs liegt das Stockholmer Rathaus, welches mit seinem 106 Meter hohem Turm schon von weitem gesehen werden kann.

Vom Innenhof aus ist durch Torbögen (auf den Fotos ist dies ganz gut zu sehen) der Blick auf den Stockholmer Hafen und den südlichen Stadtteil Södermalm möglich, und auch direkt am Ufer lässt es sich gut aushalten.

Wer Milly findet darf sie behalten!

 

Monteliusvägan:

Monteliusvägan ist ein kleiner Wanderweg auf der Insel Södermalm, von welchem man einen super Ausblick über Stockholm hat:

Neben dem Monteliusvägan gibt es am nördlichen Ufer Södermalms zwei weitere Aussichtspunkte, die wir besucht haben: an der Fjällgatan liegt die ‚Per Anders Fogelströms terrass‘, auf welcher ein paar Bänke stehen und daher optimal für eine Pause ist. Ein paar hundert Meter weiter östlich liegt die Mosebacke Terrassen, welcher zu einer Bar gehört und daher an manchen Abenden neben einem tollen Ausblick auch Live Musik bieten kann. Beide Orte bieten einem einen schönen Ausblick auf die Inseln Skeppsholmen und Djurgarden.

 

Für uns heißt es jetzt: Rucksäcke packen, denn morgen geht unser Flug nach Warschau.

Bisher ist Stockholm die für uns mit Abstand schönste Stadt unserer Reise gewesen!

Milly und Marcel 

 

Wir sind Milly und Marcel

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