Interrail,  Reisetagebuch

Rom

Historischer Besuch in Rom! 

Mit der Hauptstadt Rom sollte nach Neapel, wo es uns nicht ganz so gut gefiel, nun ein echtes Highlight folgen. Mit Rom verbindet jeder das Colosseum, bei der Planung im Vorfeld merkten wir jedoch schnell, dass es auch noch sehr viel andere Dinge zu sehen geben soll. Wir hatten zwei volle Tage eingeplant und, soviel können wir schon verraten, diese auch mehr als gebraucht. Die Stadt ist so vielseitig, sicherlich hätte man auch drei oder vier Tage entspannt füllen können.

Unser Airbnb: 

Mal wieder kamen wir in einem Airbnb unter, für zwei Personen ist dies einfach die perfekte Art der Unterkunft. 

Ca. 4km vom Hauptbahnhof entfernt lag die Wohnung nicht ganz im Zentrum, dennoch war sie einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Insgesamt war sie eher rustikal eingerichtet, doch auch hier fanden wir alles wichtige vor. Besonders gut war die Klimaanlage im Zimmer, sodass wir trotz der über 30 Grad draußen doch einigermaßen gut schlafen konnten.

Was gab es zu sehen: 

Trevi-Brunnen:

Der Trevi-Brunnen gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms, mit einer Höhe von 26m bzw. einer Breite von 50m ist er außerdem der größte Brunnen in der Stadt.

Einer Legende nach soll das Werfen einer Münze über die Schulter in den Brunnen Glück bringen. Als absoluter Touristenmagnet kommen so jährlich über eine Million Euro zusammen, die die Stadt spendet.

Wir sind am Morgen sehr früh aufgestanden und waren so schon um 8 Uhr am Brunnen. Um diese Uhrzeit halten sich die Touristen am Brunnen noch in Grenzen, sodass man relativ ungestört Bilder machen und den Brunnen ansehen kann.

 

Spanische Treppe: 

Ein weiterer Klassiker in Rom ist die Spanische Treppe, die vom namensgebenden Spanischen Platz zur Kirche ‚Santissima Trinita dei Monti‘ führt. Sie gilt als die berühmteste Treppe der Welt.

 

Park Villa Borghese:

Im Park ‚Villa Borghese‘ findet sich der ‚Tempio di Esculapio‘ (dt. Asklepiostempel), welcher auf einer kleinen Insel in einem See liegt. Dieser Tempel ist eine Rekonstruktion und hat keinerlei historische Bedeutung, dennoch kann man hier bei nettem Ausblick eine kleine Pause im schattigen Park machen.

 

Piazza del Popolo:

Der Piazza del Popolo (dt. Platz des Volkes) ist ein berühmter Platz in Rom. Durch das Tor (Porta del Popolo) betraten früher Besucher aus Norden kommend die Stadt Rom. Geradeaus blickt man auf die beiden Zwillingskirchen ‚Santa Maria in Montesanto‘ bzw. Santa Maria dei Miracoli‘.

 

Vatikanstadt: Petersplatz, Petersdom & Kuppel: 

Der Staat Vatikanstadt (so der offizielle Name) ist nicht nur das zehnte und letzte Land unserer Interrailreise, es ist wahrscheinlich auch das Besonderste: Es ist das kleinste anerkannte Land der Welt und zudem das Land mit den wenigsten Einwohnern (ca. 1000). Außerdem ist es das einzige Land mit Latein als Amtssprache, also hieß es: Salve!

Für die kleine Fläche hat das Land doch einiges zu bieten: 

Vor dem Petersdom liegt der Petersplatz, auf welchem der Papst an jedem Mittwoch (außer im Juli, leider) seine Generalaudienz abhält.

Die Kolonnaden (die ‚Säulenmauern‘) bilden hier die Staatsgrenze zwischen Italien und dem Staat Vatikanstadt.

Für 10€ Eintritt kann man die Kuppel des Petersdoms besteigen (unfassbar anstrengend!! Wir haben schon die Variante für Faule mit Fahrstuhl genommen, dennoch mussten wir noch über 300 Stufen in der engen Kuppel klettern) und so von oben einen Blick in den Dom sowie einen coolen Panoramablick über die Stadt erhaschen.

In Italien sind Kirchen grundsätzlich kostenlos betretbar, der Petersdom ist dennoch nicht so einfach zu besuchen. Kaum ein Gotteshaus auf der Welt ist größer oder bedeutender, dementsprechend steht die Sicherheit hier im Vordergrund. Ähnlich wie am Flughafen wird jeder Besucher und dessen Taschen vor dem Besuch kontrolliert.

Der Petersdom ist in Sachen Größe und Gestaltung ein absolutes Highlight, leider fehlte uns als semigläubige Protestanten oftmals Wissen im Reich der Katholiken. Besonders beeindruckend für uns waren gläserne Särge von Päpsten, so ist z.B. Pius X. in einem gläsernen Sarg im Dom beigesetzt und gleichzeitig (etwas makaber) ‚ausgestellt‘.

 

Kolosseum: 

Klar, wer an Rom denkt hat meistens zuerst das Colosseum vor Augen, Sehenswürdigkeit Nummero Uno. 

Im Vorfeld informierten wir uns relativ viel über den Besuch, denn das Colosseum kann zur Zeit nur 3000 Menschen fassen. Es gibt viele Varianten, so kann man sich sein Ticket bereits im Vorfeld ausdrucken oder sogenannte Skip the Line-Tickets kaufen, mit welchen man an den Schlangen vorbei direkt reingehen kann. Beide Services kosten aber natürlich extra, und so gingen wir ohne Ticket hin und ließen uns überraschen. Im Internet wurde empfohlen am Nachmittag anzukommen, da dann die Reisegruppen bereits wieder raus seien und sich die Schlangen deswegen in Grenzen halten sollen. Dennoch sollte man sich auf Wartezeiten bis zu drei Stunden einstellen!

Vielleicht hatten wir einfach nur Glück, dennoch schien der Nachmittag wirklich nicht schlecht zu sein. Nach knapp 20 Minuten waren wir drin, unsere Ängste waren also völlig unbegründet!

Das Colosseum war das größte Amphitheater der Römer und ist auch heute noch absolut beeindruckend. Leider diente es im Mittelalter als Steinbruch für neue Gebäude, daher ist bspw. nur die nördliche Fassade noch komplett erhalten. Doch auch so kann man sich einen Eindruck von dem Gebäude, welches bis zu 50.000 Plätze geboten haben soll, verschaffen.

 

Forum Romanum: 

Direkt neben dem Kolosseum liegt das Forum Romanum, welches damals das Mittelpunkt des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens war. Viele öffentliche Gebäude wurden hier errichtet.

Das Forum Romanum liegt in einer Senke zwischen den drei Stadthügeln. Einer der Hügel, der Palatin, ist ebenfalls betretbar. Von den Kaiserpalästen, die dort früher waren, sieht man leider nur noch Teile der Außenmauern. Dennoch hat man von dort einen coolen Ausblick über das Forum.

Ausblick vom Forum Romanum auf das Kolosseum

 

Nationaldenkmal: 

Nur wenige Meter vom Forum entfernt auf dem zweiten der drei Stadthügel, dem Kapitolshügel, liegt das Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. Viktor Emanuell II. war der erste König des neugegründeten Königreichs Italien.

Heute beinhaltet das Denkmal ein Museum anlässlich der italienischen Staatsgründung.

 

Pantheon: 

Das Pantheon ist ein antikes Gebäude, welches später zu einer Kirche umgeweiht wurde. Im Gegensatz zu anderen Kirchen steht sie im Besitz des italienischen Staates und nicht z.B. der katholischen Kirche.

Das Pantheon dient außerdem als Grabstelle für berühmte Personen, u.a. ist der ehemalige König Viktor Emanuel II. hier begraben. 

 

Circus Maximus: 

Der Circus Maximus liegt unmittelbar neben dem Palatin und war zur Zeit der Römer der größte Circus. In diesem Circus, der insgesamt 600m lang und 140m breit gewesen sein soll, sollen zur Höchstzeit bis zu 250.000 Menschen Platz gefunden und den dort stattfindenden Wagenrennen zugesehen haben.

Heute ist leider nur ein kleiner Teil der Südtribüne ansatzweise noch erhalten, ansonsten lässt eine Wiese die riesigen Dimensionen erahnen. Immer wieder finden hier Großereignisse (z.B. Konzerte oder der Empfang der Nationalmannschaft 2006) statt.

 

Wir haben viel von Rom erwartet und dies zurecht, es gibt einfach so viel zu entdecken! Wie eingangs erwähnt hätten wir noch ein oder zwei Tage mehr gebrauchen können, dennoch haben wir die wichtigsten Dinge wohl gesehen. So haben wir auf jeden Fall aber noch einen Grund für ein Wiedersehen!

Wir fahren nun in die Toskana nach Pisa und Florenz.

Milly und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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