Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Rio de Janeiro

Willkommen in der berühmtesten Stadt Brasiliens!

Vor genau 125 Tagen landeten wir in Lima und machten unsere ersten Schritte in Südamerika, gefühlt drei Tage später sind wir nun in Rio de Janeiro und damit unserer letzten Stadt auf diesem wahnsinnigen Kontinent angelangt. Die warm-heißen Temperaturen aus den bisherigen brasilianischen Orten wurden noch einmal ordentlich gesteigert und so begrüßten uns Zuckerhut und Co. bei täglichen 35-40° Celsius.

Unser Hostel: 

Im eher wohlhabenderen Stadtteil Botafogo lag das Tupiniquim-Hostel, in welchem wir insgesamt sechs Nächte verbrachten. Positiv waren vor allem die Lage sowie die Verkehrsanbindung, das Hostel selber war jedoch auch nicht schlecht. Unser 8er-Zimmer war nicht das größte und die Küche auch nicht die beste, alles in allem war das Hostel dennoch ausreichend und wir fühlten uns durchaus wohl.

 

Was es zu sehen gab: 

Rio de Janeiro besitzt mit dem ‘Cristo Redentor’ natürlich eine weltberühmte Sehenswürdigkeit, dennoch hat diese 6 Millionen Einwohner große Stadt noch so viel mehr zu bieten und unsere fünf Tage dort vergingen wie im Flug:

Estadio do Maracana:

Spätestens seit der Weltmeisterschaft 2014 besitzt das ‘Maracana’ für uns Deutsche eine besondere Bedeutung, natürlich durfte ein Besuch dort nicht fehlen. Die brasilianische Liga befindet sich derzeit in der Sommerpause und so rechneten wir gar nicht mit einem Spiel, dank der jährlich ausgetragenen Rio-Stadtmeisterschaft konnten wir dennoch statt einer eher ungeliebten Stadiontour ein richtiges Spiel dort sehen. Mit Diego besaß Flamengo (einer der großen Clubs aus Rio) sogar einen altbekannten Werderaner in den Reihen, dieser hatte dabei nichts verlernt und verzauberte das Publikum im Minutentakt.

 

Cristo Redentor:

Eines der berühmtesten Wahrzeichen der Welt ist sicherlich der ‘Cristo Redentor’ (dt.: ‘Christus, der Erlöser’), eine 30m hohe Jesusstatue, welche auf dem 710m hohen Corcovado steht und somit von der ganzen Stadt aus zu sehen ist. Natürlich stand für uns ein Besuch ganz oben auf der Prioritätenliste, dabei ist dies jedoch stark vom Wetter abhängig. Regelmäßig hüllte sich die Jesusstatue in dichten Wolken und machten insbesondere die Chance auf einen guten Ausblick zunichte, wir hatten jedoch bereits am zweiten Tag Glück und konnten bei strahlendem Sonnenschein hinauf.

Neben der Statue erhält man einen coolen Ausblick auf Zuckerhut und Copacabana

 

 

Copacabana:

Natürlich gehört auch der wahrscheinlich berühmteste Stadtstrand der Welt zum festen Rio-Programm, unter der Woche und vormittags halten sich die Menschenmassen dort sogar einigermaßen im Rahmen. Auch ein kleiner Sprung ins (nicht wirklich) kühle Nass durfte nicht fehlen!

 

Kathedrale: 

Von außen wirkt die ‘Kathedrale von Rio’ wenig heilig, im Inneren ist sie dennoch ganz ansehnlich und gehört damit definitiv nicht zu den 08/15-Kathedralen!

 

Arcos da Lapa:

Dieses Aquädukt befindet sich in der Nähe der Kathedrale und führt hinauf zum Künstlerviertel ‘Santa Teresa’.

 

Escadaria Selacon:

Ebenfalls nach Santa Teresa führt diese berühmte Treppe, sie wurden in über 20 Jahren vom Künstler Jorge Selarón aus unzähligen Fliesen erschaffen. Diese wurden von vielen Orten dieser Welt eingesandt, so finden sich dort auch einige bekannte Orte und Namen.

 

Zuckerhut:

Neben dem ‘Cristo Redentor’ ist der Zuckerhut die Sehenswürdigkeit in Rio schlechthin, auch hier durften wir uns einen Besuch natürlich nicht entgehen lassen. Hinauf geht es bequem per Seilbahn.

Die Aussicht vom Zuckerhut ist ehrlich gesagt aber nicht so spektakulär wie die vom ‘Cristo Redentor’ und konnte damit den echt hohen Preis für die Seilbahnfahrt nicht wirklich rechtfertigen.

 

Wir hatten echt große Erwartungen an Rio und diese wurden keineswegs enttäuscht! Die große Hitze machte uns ein wenig zu schaffen, ansonsten war unser Aufenthalt dort nahezu perfekt. Im Vorfeld hatten wir gerade über die Sicherheit dort viele negative Dinge gelesen, diese bestätigten sich in unserem Falle glücklicherweise jedoch nicht. Als wir einen Nachmittag eher unwissend mit einem Vorstadtzug ca. eine Stunde stadtauswärts gefahren sind, sahen wir allerdings rechts und links der Schienen riesige Slums und Menschen in unfassbarer Armut. Wir waren überrascht, wie dicht Freude und Leid beieinander liegen und wie schnell man doch in unsichere Bereiche gelangen kann. Somit sind Leid, Armut und die daraus resultierende Unsicherheit definitiv ein großes Problem dort, bis auf die Zugfahrt kriegten wir davon nur einfach wenig mit.

Fast auf den Tag genau fünf Monate nach unserem Start und einem würdigen Ende unseres Südamerika-Abenteuers geht es nun für uns zurück nach Europa, wenn auch nur für ein Wochenende. Wir wollen uns den europäischen Winter zumindest einmal ansehen, ehe wir uns wieder in die Wärme verkriechen. Bis bald!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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