Interrail,  Reisetagebuch

Rijeka

Halbzeit in Rijeka!

Am Montag ging es für uns in viereinhalb Stunden Zugfahrt von Zagreb nach Rijeka. Gleichzeitig markierte dieser Tag auch die Halbzeit unserer Interrailtour, welchen vor allen Dingen Milly mit einer großen Portion Schlaf zelebrierte (so ging die Zugfahrt super schnell rum). 

Allgemein ließen wir die 3 Tage in Rijeka absolut gar keinen Stress aufkommen und gönnten uns eine Pause vom Urlaub. Aber der Reihe nach:

 

Unser Airbnb:

Untergekommen sind wir bei Koraljka und ihrer Schwester, welche wirklich herzlich waren. Unser Zimmer wurde auf Airbnb als ‚Miniroom‘ angekündet und dies war keine Untertreibung. Mit geschätzten 8 Quadratmetern füllten unsere beiden Betten sowie ein kleiner Schreibtisch und ein Regal das Zimmer komplett aus. Zum Schlafen und im Bett Liegen reichte es jedoch absolut aus.

Die Wohnung war gewolltermaßen in einem ‚Shabby-Look‘, was echt ziemlich cool war. Löcher in der Wand wurden bspw. mit Tüchern zugehangen, Kabel guckten oben aus den verputzten Wänden heraus. Uns gefiel es auf jeden Fall!

In 5 Minuten war man zu Fuß in der Innenstadt und in 20 Minuten am Strand, als auch die Lage war wirklich gut!

 

Was gab es zu sehen?

Wie bereits erwähnt verringerten wir in Rijeka unser Tempo nochmals, sodass in dieser Rubrik nicht allzu viel zu erwähnen ist.

Rijeka liegt direkt an der Adriaküste, mit seinen 128.000 Einwohnern ist es eine der kleineren Städte der Reise. Dementsprechend gab es hier auch nicht viele Sehenswürdigkeiten, weswegen wir den Ankunftstag (an dem es regnete und mit 21 Grad auch echt kühl war (Gruß in die Heimat!!)) entspannt im Zimmer verbrachten.

 

Strand Sablicevo:

Der Wetterbericht kündigte für den nächsten Tag 26 Grad und Sonne an, weswegen wir diesen nutzten und an den Strand gingen. Der nächstgelegene Strand war in 20 Minuten zu erreichen, ein kleiner Buchtabschnitt an einem Felsabhang. Mit den Felsen gab der Strand ein echt schönes Bild ab, lediglich an den Kiesstrand mussten wir uns erst noch gewöhnen. Dies ist in Kroatien jedoch üblich, während Sandstrände hier nur sehr selten zu finden sind.

Nach dem Bad in der Sonne sollte es dann für uns zum ersten Mal in das Mittelmeer gehen, wo uns (eher Marcel) eine böse Überraschung erwartete. Zwar hatten wir vorher gelesen, dass das Wasser 23 Grad war sein sollte, aber das 23 Grad so kalt sind war uns dabei nicht klar. Das Mittelmeer ist immer warm, dachte Marcel zumindest.

Nach einem 10 minütigen Mädchentanz waren wir dann aber beide im Wasser (nachdem Milly gedroht hatte wieder raus zu gehen) und es war dann doch gar nicht mehr so schlimm.

 

Kastell von Trsat:

Im Rijekaer Stadtteil Trsat befindet sich das Kastell von Trsat, eine alte Burganlage. Zu Fuß ist diese Burg über unzählige Treppen zu erreichen, weswegen der Besuch das bisher Anstrengendste überhaupt auf der Tour war. Dennoch hat sich dies absolut gelohnt, so hat man vom Aussichtsturm auf der Burg einen fantastischen 360 Grad Rundumblick!

Die Burg wird derzeit renoviert und restauriert, sodass wir diese kostenlos betreten konnten. 

 

Public-Pub:

Da am Mittwochnachmittag das letzte Gruppenspiel der DFB-Elf stattfand machten wir uns in die Innenstadt auf und suchten eine Bar mit Fernseher. Wir hatten jedoch vergessen, dass wir in Kroatien sind und so eventuell das Parallelspiel (welches auf dem Papier auch hochklassiger war) gezeigt werden würde, was dann auch der Fall war. Zwar klapperten wir noch einige Bars ab, doch das änderte nichts. So machten wir im ‚Public-Pub‘ halt und schauten eben Schweden gegen Mexiko. Wie der Zufall es so wollte saßen vier schwedische Jungs mit in der Bar, welche uns auf ihrem Handy für die letzten zehn Minuten den schwedischen Livestream vom Deutschlandspiel anmachten, sodass wir zumindest die Schlussphase sehen durften (bzw. mussten). Auch hier ist das Ende bekannt, aber zumindest die vier Jungs hatten was zum jubeln. Nun ja.

 

Kathedrale des heiligen St. Vitus:

Am Mittwochabend (unser letzter Abend in Rijeka) hatten wir noch immer nicht viel von der Stadt gesehen, sodass Marcel sich nach dem Abendessen auf einen kleinen Spaziergang aufmachte und die typischen Sehenswürdigkeiten ‚abarbeitete‘.

Zunächst ging es zur Kathedrale des heiligen St. Vitus, welche sich nur 100 Meter entfernt von unserer Unterkunft befand. Diese Kathedrale wurde aufgrund finanzieller Probleme im 17. und 18. Jahrhundert über ein ganzes Jahrhundert lang gebaut und ist wohl nie wirklich fertig geworden.

 

Stadtturm:

Der Stadtturm ist ein Durchgangsturm, welcher an der Hauptstraße der Innenstadt, Korzo, steht. Er wurde wahrscheinlich im Mittelalter erbaut, neben der großen Uhr zeigt er (direkt unter der Uhr) das Stadtwappen von Rijeka.

 

Kroatisches Nationaltheater:

Das Kroatische Nationaltheater in Rijeka ‚Ivan Zajc‘ wurde im Jahr 1765 gebaut und nach dem in Rijeka geborenen Dirigenten und Komponisten Ivan Zajc benannt.

 

Rijeka ist eine schöne Küstenstadt in Kroatien, sodass wir hier drei entspannte Tage verbringen konnten. Die Stadt kann mit ein paar Sehenswürdigkeiten sowie einer schönen Innenstadt punkten, zudem sind eine Menge Strände in unmittelbarer Umgebung vorhanden. 

Für uns geht es jetzt nach Pula und Rovinj, zwei weitere kleine kroatische Küstenstädte.

Milly und Marcel 

Wir sind Milly und Marcel

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