Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Puno

Kurzbesuch am Titicacasee!

Nach anstrengenden, aber auch richtig coolen Tagen in Cusco galt es langsam, Abschied von Peru zu nehmen. Dies für uns vorher unbekannte Land ist uns in den 6 Wochen echt ans Herz gewachsen, dennoch wollten noch weitere Länder entdecken. Bolivien war unser nächstes Ziel und auf dem Weg dahin lag der Titicacasee, welcher auf der Grenze Peru – Bolivien liegt, mit der angrenzenden Stadt Puno ideal. 

Die Verbindungen zwischen Cusco und Puno sind einfach zu finden, wir entschieden uns wieder einmal für unsere Lieblingsgesellschaft ‘Cruz del Sur’. Die Fahrt dauerte ungefähr 8 Stunden und war dank flacher Strecke eine der angenehmsten bisher.

Unser Hostel:

In Puno kamen wir im ‘Bonny-Hostel’ unter, welches nur zwei Blocks von der Plaza sowie nur wenige Fußminuten zum Mercado oder zum Hafen entfernt lag. Es stach weder positiv noch negativ hervor, es war einfach ein solides Hostel. Wir gönnten uns ein Doppelzimmer (welches genau teuer wie zwei Betten im Mehrbettzimmer war) und es gab Gratis-Frühstück, für uns mehr als zufriedenstellend.

Was es zu sehen gab:

Puno ist definitiv keine schöne (und wohl auch keine wirklich sichere) Stadt, sodass sich die Sehenswürdigkeiten absolut in Grenzen halten. Ohne den angrenzenden Titicacasee wäre Puno wahrscheinlich kein Ort, den man auf seiner Peru-Reise besuchen würde und sollte.

Das Zentrum:

Natürlich schauten wir uns in Puno zumindest das Zentrum an, begeistern konnte uns jedoch nichts wirklich. Die Plaza de Armas mit angrenzender Kathedrale war die wohl unspektakulärste bisher, sodass wir hier auf Fotos verzichteten. Auch der Mercado (die Markthalle) war trist und nicht erwähnenswert, lediglich die Mangos sowie Tomaten konnten uns überzeugen.

Uros-Inseln:

Natürlich durfte zumindest ein kleiner Ausflug auf den Titicacasee, immerhin der höchstgelegene schiffbare (3800m über dem Meeresspiegel) sowie achtzehngrößte See (15,5 mal so groß wie der Bodensee) der Welt, nicht fehlen. Auf dem See gibt es verschiedene Inseln, welche einzeln oder im Paket besucht werden können. Wir entschieden uns für eine Halbtagestour zu den ‘Islas flotantes de Uros’ (dt.: die schwimmenden Inseln der Uros), die wahrscheinlich beliebteste Tour. Die Inseln liegen ca. 5km vom Ufer entfernt, die Bootsfahrt dahin dauert ca. eine halbe Stunde. 

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Die selbstgebauten schwimmenden Inseln bestehen aus getrocknetem Schilf, auch Häuser und Boote bestehen daraus. Früher konnten die Uros bei Angriffen einfach auf ihren Inseln auf die Seemitte schwimmen und dort den Angriff abwarten, heute stellen die Inseln vor allem eine Touristenattraktion dar. Nur noch wenige Uros leben wirklich auf den Inseln.

Bei der Tour besucht man zunächst eine kleine Insel, auf welcher fünf Familien leben. Am Anfang wird ein kleiner Vortrag über die Inseln gehalten, im Anschluss zeigen einem die Frauen ihre ‘Wohnhäuser’ (diese bestehen aus nur einem Raum und sind nur wenige Quadratmeter groß). Danach führten uns die Frauen zu ihren Verkaufsständen, wie gesagt leben sie fast ausschließlich vom Tourismus. Wir kauften aus Anstand ein kleines Portmonee.

Im zweiten Teil wird man mit einem Schilfboot zu einer Restaurant-Insel gefahren, dort kann man dann optional Mittag essen. Nach einer 40-minütigen Pause ging es dann zurück nach Puno.

An sich war die Tour sehr interessant und die Insel samt Häuser sehr beeindruckend. Dennoch war das Ganze teilweise nicht sehr authentisch, außerdem musste man bspw. für die Schilfboot-Fahrt (welche wegen dem Regen unter einer dicken Plane stattfand) extra zahlen, nur um auf der Restaurant-Insel warten zu können. Wir fühlten uns ein wenig abgezockt, dies trübte ein wenig die Stimmung.

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Puno hat uns nicht wirklich begeistert, aufgrund der Meinungen anderer Reisender hatten wir aber auch nicht viel erwartet. Der Titicacasee aber ist sehenswert, der Stop dort lohnte sich also insgesamt schon.

Für uns endet nun das Abenteuer Peru und es geht nach Bolivien. Wir hoffen sehr, dass unser erster Grenzübergang mit dem Bus problemlos klappt. Bis bald, hoffentlich aus Bolivien!

Milly & Marcel 

Wir sind Milly und Marcel

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