Interrail,  Reisetagebuch

Oslo

Next Stop: Oslo!

Nur knapp 50 Stunden nach Aufbruch standen wir wieder in Kopenhagen am Hauptbahnhof, unser Zug gen Oslo sollte in einer halben Stunde abfahren. Mit nur einem Umstieg in Göteborg und fast 60 Minuten Umsteigezeit sollte uns eine unspektakuläre Zugfahrt erwarten – dachten wir zumindest. Nachdem unser erster Zug in Kopenhagen mit 20 Minuten Verspätung eintraf waren wir noch entspannt, unser Anschlusszug war ja noch locker zu erreichen. Als wir aber per schwedischer Durchsage kurz nach der schwedischen Grenze erfuhren, dass wir den Zug aufgrund der Verspätung in Malmö verlassen sollen (es wurde entschieden dass unsere Haltestelle ausgelassen wird um die Verspätung wieder aufzuholen) und wir auf den nächstspäteren Zug ausweichen sollen, fiel unser Plan wie ein Kartenhaus zusammen. Zwar hatten wir noch die Hoffnung, dass unser Anschlusszug in Göteborg wartet, diese wurde uns von der freundlichen Schaffnerin aber auch schnell genommen.
Schlussendlich fand sich dann aber eine Alternativrouten, die uns zwar zwei Stunden später als geplant, aber dennoch in Oslo ankommen ließ.

Unser Airbnb:

Unsere Unterkunft war eine kleine Einzimmerwohnung, die wir über Airbnb gebucht haben. Grundsätzlich war alles notwendige vorhanden, und auch die zentrale Lage (zwischen dem Fähranleger Aker Brygge und dem königlichen Schloss) war gut. Insbesondere die kleine Küche half uns, auch im sehr teuren Norwegen die Reisekasse zu schonen.

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps:

Skischanze Holmenkollen:

Die Holmenkollenschanze, welche im gleichnamigen Wohngebiet auf dem Berg Holmenkollen im Nordwesten Oslos gebaut wurde gilt als älteste Schanze der Welt. Sie beheimatet zudem noch ein Skimuseum und einen Skisimulator.
leider kostenpflichtig und wir sind ja sparsam unterwegs, also haben wir nur die Schanze bestaunt

Neben der Schanze findet sich außerdem noch eine Biathlon-Arena, bei 25 Grad und Sonne pur ist das Ganze jedoch eher schwer vorstellbar.

 

Vigeland-Skulpturenpark:

Der Vigeland-Skulpturenpark ist eine große Parkanlage mit über 200 Skulpturen des norwegischen Künstlers Gustav Vigeland. Grundsätzlich ein beeindruckendes Gelände, gehört dennoch eher zu der Kategorie „muss man gesehen haben, mehr aber auch nicht“ (sofern man wie wir zu den Kunstbanausen gehört).

 

Insel Hovedøya:

Mit der Personenfähre vom Fähranleger ‚Aker Brygge‘ aus ist die Insel Hovedøya in wenigen Minuten erreichbar. Die Insel hat neben einer Klosterruine noch einen Yachthafen, mehrere Badestrände und einen schönen Ausblick auf den Hafen Oslo‘s zu bieten. Wir hatten leider keine Badesachen dabei, aber bei einer Wassertemperatur von 15Grad wären wir wahrscheinlich eh nicht weit ins Wasser gegangen. Generell sind die Inseln ein klasse Ausgleich zur Großstadt.

 

Grønland:

Im Internet hatten wir von dem Stadtteil Grønland gelesen. Es soll das „Armenviertel“ unter den Stadtteilen in Oslo sein. Ersichtlich wird dies durch die Bettler, die gefühlt an jeder Ecke sitzen und in den restlichen Stadtteilen kaum zu finden sind. Allerdings sind die Preise in diesem Viertel auch niedriger. Wir waren begeistert von einem Laden, der eine riesige Auswahl an frischem Obst und Gemüse zu relativ (im Vergleich zu anderen Supermärkten) günstigen Preisen hatte.

 

22. Juli Center:

Am 22.07.11 fand der Terroranschlag an dem Regierungsgebäude in Oslo sowie auf der Insel Utøya statt, bei dem 77 Menschen ihr Leben verloren. Die Ausstellung an sich befindet sich in der Cafeteria des Regierungsgebäudes, welche durch die Explosion deutliche Schäden erlitten hat, die auch heute noch zu sehen sind.

Neben der chronologischen Abfolge der Geschehnisse, Fotos vom Tatort und ausgestellten Beweismitteln gibt es auch einen Raum mit Bildern der Opfer, die durch diese Anschläge ihr Leben verloren und größtenteils nicht mal ihr 18. Lebensjahr erreichten.

Das Museum ist auf nur wenigen Reisetipps-Seiten zu finden was für uns unverständlich ist, da man dieses Museum unbedingt besuchen sollte!

Die Überreste des VW Crafter, in dem der Attentäter die 950kg schwere Autobombe zündete.

 

Opernhaus: 

Die Oper einer Stadt findet man in jedem Reiseführer (soweit eine vorhanden ist) denn meistens sind sie auf Grund ihrer Bauweise ein echter Hingucker. Das besondere an der Oper in Oslo: man kann das Dach hinaufsteigen und hat einen Ausblick über die Stadt.

 

Das königliche Schloss:

Das königliche Schloss liegt am Ende der Karl Johans gate, der Hauptstraße der Osloer Innenstadt. Heute bezieht unter anderem König Harald V. eine Wohnung im königlichen Schloss, zudem tagt die norwegische Regierung freitags dort. Auch hier findet täglich um 12:00 Uhr der Wachtwechsel statt.

 

Festung Akerhus:

Die Festung Akershus ist eine Burganlage auf der Halbinsel Akersneset direkt am Osloer Hafen. Die Festung wurde im 13. Jahrhundert errichtet und wurde im zweiten Weltkrieg sogar von den Deutschen eingenommen. Heute dient sie unter anderem der norwegischen Regierung zu Repräsentationszwecken. Von dem Außenmauern hat man einen guten Ausblick auf die Hafenpromenade und die Inseln des Oslofjords.

 

Was wir noch loswerden wollen: Oslo ist eine tolle Stadt, die absolut einen Besuch wert ist! Dennoch würden wir jedem empfehlen, sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen und Norwegen noch weiter zu erkunden. Die Bahnstrecke nach Oslo führt einen zwar durch die schöne Landschaft Schwedens, vom restlichen Norwegen bekommt man aber nicht viel mit. Und gerade die schönen Landschaften, die man von Bildern aus Stavanger oder Bergen oder dem Norden Norwegens kennt, hätten wir auch gerne noch gesehen. Leider haben wir erst hier in Oslo so richtig darüber nachgedacht, da war die Unterkunft in Stockholm sowie der Flug von Stockholm nach Warschau längst gebucht. Dies würden wir also beim nächsten mal definitiv anders machen!

Nichts desto trotz geht es für uns jetzt weiter nach Stockholm!

Melina und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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