Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Montevideo

Das Herz von Uruguay!

Vom kleinem Punta del Este sollte es für uns nun zurück in die (Groß)stadt gehen, die Hauptstadt Uruguays stand auf dem Plan. Montevideo hat “nur” 1,5 Millionen Einwohner und ist damit deutlich keiner als die bisher besuchten Hauptstädte in Südamerika, in diesem kleinen Land (insgesamt etwa 3 Millionen Einwohner) lebt damit jedoch auch jeder zweite Uruguayer dort.

Montevideo liegt an der Südküste Uruguays, am “Mündungstrichter” des Rio de la Plata (welcher dann im Verlauf u.a. zum Rio Parana wird), ungefähr auf halber Strecke zwischen Colonia del Sacramento (dem Fähranleger) und Punta del Este. Die Busfahrt dauerte in etwa 2 Stunden.

Unser Hostel:

Montevideo hat wirklich viele gute Hostels (zumindest laut Bewertungen auf Hostelworld.com), wir entschieden uns für das “Caballo Loco Hostel” (dt.: Hostel des faulen Pferdes). Die Lage war wirklich gut, die meisten Sehenswürdigkeiten konnten entspannt zu Fuß besichtigt werden. Das Hostel war ziemlich gemütlich eingerichtet, größter Pluspunkt war die gut ausgestattete Küche. Das Hostel bot zudem (gegen Aufpreis) ein wirklich ausführliches Frühstück sowie am Abend ein Abendessen an, bei den teuren Lebensmittelpreisen in Uruguay nahmen wir beides gerne in Anspruch.

Was es zu sehen gab:

Trotz seiner überschaubaren Größe bot Montevideo wirklich einiges und überraschte uns absolut positiv!

Museo del Futbol & Estadio Centenario:

Uruguay besitzt (bei der Größe kein Wunder) nur eine kleine Fußballiga und daher eine kurze Saison, leider war somit klar: Nach Chile sollte Uruguay das zweite Land ohne Fußballspiel sein. Es gab jedoch einen kleinen Trost, mit dem Estadio Centenario befindet sich eines der historisch bedeutendsten Stadien der Welt in Montevideo und dieses kann (inkl. angeschlossenem Museum) besichtigt werden!

 

Plaza Independencia:

Der Hautplatz Montevideos hört auf den Namen ‘Plaza Independencia’ (dt.: Platz der Unabhängigkeit), dementsprechend befindet sich in der Mitte eine Statue sowie darunter das Mausoleum des Vaters der uruguayischen Unabhängigkeit, Jose Artigas.

Die sterblichen Überreste werden rund um die Uhr von zwei Soldaten bewacht

Rund um die Plaza befinden sich einige wichtige Gebäude, allen voran der Palacio Salvo. Bis 1935 war der Palast das höchste Gebäude Südamerikas, heute gilt er als das Wahrzeichen Montevideos.

Weitere Gebäude sind der Palacio Estevez (der frühere Regierungssitz) sowie der Torre Ejecutivo, der jetzige Sitz des Präsidenten. Am westlichen Ende ist das Tor der alten Stadtmauer erhalten, das Puerta de la Ciudadela.

Der Palacio Estevez
Der Torre Ejecutivo
Das Puerta de la Ciudadela

 

Sarandi:

Montevideo besitzt eine kleine aber sehr ansehnliche Fußgängerzone, die “Sarandi”. Sie schließt sich an die Plaza Independencia Richtung Westen an und beginnt somit mit einem Gang durch die Puerta de la Ciudadela.

In der Fußgängerzone befindet sich außerdem die Kathedrale von Montevideo.

Aufgrund von Bäumen vor der Kathedrale mussten wir die Bilder leider aus naher Distanz machen..

 

Plaza Zabala:

Montevideo besitzt eine Vielzahl von Plazen und Parkanlagen, eine davon ist die “Plaza Zabala”. In der Mitte thront wie immer eine Statue, ansonsten besteht diese Plaza vor allem aus vielen Bäumen und dient daher als Ruheort für die einheimische Bevölkerung. 

 

Iglesia San Francisco:

die “Iglesia San Francisco” ist eine weitere Kirche in Montevideo.

 

Banco de la Republica:

Auf dem Weg Richtung Hafen entdeckten wir dieses ziemlich beeindruckende Bankengebäude.

 

Mercado del Puerto:

Eine der Hauptattraktionen ist sicherlich der Mercado del Puerto, eine alte Markthalle am Hafen. Heute befinden sich dort unzählige Restaurants, in welchen hauptsächlich Fleisch gegrillt (spanisch: Asado) und am Tresen verspeist wird.

 

Rambla Francia:

Die Straße entlang der Küste heißt Rambla, der von uns besuchte Abschnitt war die Rambla Francia.

 

Templo Ingles:

An der Rambla Francia befindet sich mit dem “Templo Ingles”, einer englischen Kirche, ein weiteres sehenswertes Gebäude. Es erinnerte uns an ein griechisches Gebäude.

 

Palacio Municipal:

Im “Palacio Municipal” befindet sich die Stadtverwaltung Montevideos. Besonders an diesem Gebäude ist die Aussichtsplattform auf dem Palast, welche sich in 70m Höhe befindet.

 

Kleine Tafeln erklärten die einzelnen Gebäude

 

Museo de los Andes:

Montevideo besitzt wirklich sehr viele Museen, wir besuchten (abgesehen vom Fußballmuseum) das “Museo de los Andes”. In diesem Museum wird der Flugzeugabsturz einer uruguayischen Rugbymannschaft 1972 in den Anden thematisiert. Die Überlebenden des Absturzes mussten 72 Tage in der Kälte ausharren und überlebten u.a. nur durch das Essen ihrer verstorbenen Freunde. 

Der Kurator der Ausstellung war ein nach Uruguay ausgewanderter Däne, welcher durch den Besuch einer deutschen Schule fließend Deutsch sprechen konnte und uns so noch einige weitere Informationen gab.

Im Museum waren viele Originalteile (z.B. die Flugzeugtür) der Unglücksmaschine ausgestellt

 

Montevideo ist unserer Meinung nach eine schöne Stadt, außerdem besitzt es eine angenehme Größe und ist daher super entspannt. Die Sehenswürdigkeiten waren mit Ausnahme des Stadions alle einfach zu Fuß zu erreichen, ein weiterer Pluspunkt. Zusammen mit unserem netten Hostel genossen wir die insgesamt vier Tage sehr!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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