Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Merida

Mit Merida sind wir bereits am letzten Stop auf der Halbinsel Yucatan, dessen Hauptstadt (besser gesagt vom Bundesstaat Yucatan) Merida ist, angekommen. Mit über 770.000 Einwohnern zählt Merida zu den fünfzehn größten Städten Mexikos, dennoch merkt man der Stadt diese Größe nicht an. 

Ähnlich wie auch Valladolid ist Merida eine ehemalige Maya-Stadt, welche von spanischen Konquistadoren zerstört und neu aufgebaut wurde. Der Name ist auf die spanische Stadt Merida zurückzuführen, denn die Bauten der Maya erinnerten die Spanier an die Überreste römischer Bauten im spanischen Merida. Dementsprechend ist auch das Stadtbild Merida geprägt und erinnerte uns an die Gebäude in Valladolid. 

Die Reise von Holbox (bzw. von Chiquila, dem Fähranleger) traten wir wieder mit dem ADO-Bus an, die Fahrt war mit etwas über fünf Stunden unsere bisher Längste.

 

Unser Hostel:

In Merida wählten wir wieder ein Hostel, das El Maya Hostel in der Nähe der ADO-Station. Wir buchten zwei Betten im 8er-Zimmer, dieses war jedoch nur halb ausgelastet. Das Hostel war zwar nicht super modern, aber irgendwie trotzdem cool. Es gab eine Küche und auch das Frühstück war inklusive. Außerdem war der Plaza Grande in nur 10 Minuten zu Fuß erreichbar, die Lage also völlig in Ordnung. Lediglich der Besuch einer Riesenkakerlake am zweiten Tag sorgte einmal kurz für einen Herzinfarkt, doch dieses Problem war schnell behoben.

 

Was es zu sehen gab:

Plaza Grande:

Die Plaza Grande ist der zentrale Platz in Merida, an ihm befindet sich bspw. das Rathaus.

 

 

Jeden Montag Abend findet am Plaza Grande ein besonderes Schauspiel statt: Vaqueria, ein traditioneller Tanz der Maya. Die Musik dazu wurde Live von einem Orchester gespielt.

Parque Santiago:

Der Parque Santiago ist der Platz vor der Kirche Santiago, welcher ähnlich wie der Plaza Grand ca. zehn Fußminuten von unserem Hostel entfernt liegt. Dienstags gibt es auf diesem Platz die “Musical Memories”, ein Orchester spielt live Musik. Vor der Bühne tanzten die Einheimischen zur Musik, irgendwie ein coole Sache!

 

Izamal:

Merida gilt als das ‘Tor zur Welt der Maya’, denn viele bedeutende Mayastätten liegen in näherer Umgebung. Ca. 60km. von Merida entfernt liegt die kleine Stadt Izamal, ein auch in dieser Hinsicht sehr interessanter Ort.

Mit dem Colectivo gelangten wir innerhalb einer Stunde nach Izamal und bereits bei der Einfahrt wurde uns klar, warum diese Stadt auch als die ‘Gelbe Stadt’ bekannt ist. Die Bauten waren ähnlich wie in Valladolid und Merida ebenfalls im kolonialen Stil erbaut, doch statt farbenfrohen Häusern sind hier nahezu Alle gelb-gold!

Ein Highlight der Stadt ist das Franziskaner-Kloster aus dem 16. Jahrhundert, welches sich direkt an der Coletivo-Haltestelle sowie am zentralen Park (Parque Itzamna) befindet. Zu Fuß konnten wir das Atrium sowie die Kapelle besichtigen (in welcher wir jedoch keine Bilder schossen – allgemein sind die Kirchen hier meistens weniger prunkvoll als die Kirchen in Europa). Auch das Kloster reiht sich passend in das Farbbild der Stadt ein.

In Izamal gibt es eine Vielzahl von Ruinen aus der Mayazeit, die wahrscheinlich berühmteste Ruine ist die Pyramide Kinich Kakmo, welcher bereits vom zentralen Platz aus zu sehen ist. Die Ruine ist bis auf ein Infoschild am Eingang quasi nicht touristisch erschlossen, dennoch lohnte sich der Besuch sowie der Ausblick von der Spitze der Pyramide.

 

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Nun folgt für uns der letzte Halt in Mexiko, die Megastadt Mexiko-Stadt! Nach den doch entspannten Aufenthalten auf der Yucatan-Halbinsel wird Mexiko-Stadt wohl das krasse Gegenbeispiel, dennoch sind wir gespannt und freuen uns auf das Abenteuer. Bis dann!

 

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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