Asien,  Reisetagebuch

Lucknow

Lucknow ist die 2,8 Mio. Einwohner große Hauptstadt des Bundesstattes ‚Uttar Pradesh‘, in diesem liegen auch Varanasi und das noch kommende Agra. Eigentlich war der Stop hier gar nicht geplant, dennoch fand ich keine direkte Zugverbindung nach Rishikesh. Somit entschied ich mich, einen Tag und eine Nacht in Lucknow zu verbringen und sollte diese Entscheidung nicht bereuen.

Die Zugfahrt von Varanasi nach Lucknow dauerte gerade einmal sieben Stunden, für indische Verhältnisse also nur einen Augenblick lang. Vor Ort gab es leider kurz eine böse Überraschung, die gebuchte Unterkunft hatte spontan den Preis (welcher von booking.com garantiert ist) angehoben und so musste ich mich kurzfristig nach einer neuen Bleibe umsehen, in Lucknow allerdings kein ganz großes Problem. In Bahnhofsnähe stehen viele günstige Hotels zur Verfügung und so hatte ich kurze Zeit später ein „nettes“ winziges Zimmer an einer Hauptstraße, für eine Nacht vollkommen in Ordnung.

 

Was es zu sehen gab:

Die meisten meiner geplanten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der ‚Heritage Zone‘ am Ufer des Flusses ‚Gomti‘:

Rumi Darwaza:

Als erstes stößt man auf diesen riesigen Triumphbogen, er wurde nach dem Vorbild der ‚Hohen Pforte‘ in Istanbul gebaut.

Geradeaus befindet sich das ‚Rumi Darwaza‘ und links der Haupteingang der ‚Bara Imambara‘
Die Rückseite

 

Bara Imambara:

Imambaras sind wörtlich übersetzt ‚Häuser der Imame‘, Der Bara Imambara ist der wichtigste Imambara in Lucknow und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt. 

Neben der großen Versammlungshalle befindet sich ebenfalls eine große Moschee auf dem Gelände.

 

Chota Imambara:

Nur einen Kilometer vom ‚Bara Imambara‘ entfernt befindet sich der zweite bedeutende Imabara, der ‚Chota Imambara‘. Aufgrund seiner festlichen Beleuchtung wird er auch ‚Palast der Lichter‘ genannt.

Das Innere des Palastes

Auf dem Gelände steht ebenfalls ein kleiner Nachbau des bekannten ‚Taj Mahal‘.

 

Uhrturm und Hussainabad-Bildergalerie:

Zwischen den beiden Imambaras befinden sich mit dem 68m hohen Uhrturm sowie der ‚Hussainabad-Bildergalerie‘ zwei weitere nett anzuschauende Gebäude.

 

Chowk:

Die Altstadt Lucknows hört auf den Namen ‚Chowk‘ und ist einen kurzen Spaziergang wert:

Das ‚Gol Darwaza‘ ist eines der zur Altstadt führenden Tore

 

British Residency:

Diese ehemalige britisches Residenz wurde 1857 zunächst durch aufständische Inder belagert und anschließend durch britische Truppen zurückerobert. Heute erinnern viele Kugel- und Kanoneneinschläge an die blutigen Vorkommnisse.

 

Lucknow ist, auch abseits der genannten Sehenswürdigkeiten, für eine indische Stadt überraschend ansehnlich und ich bin froh, zunächst gezwungenermaßen hier einem Tag verbracht zu haben.

Mit dem Zug gehts nun aber nach Rishikesh, die Yoga-Hauptstadt. Bis bald!

Marcel

 

Wir sind Milly und Marcel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.