Asien,  Reisetagebuch

Luang Prabang

Letzter Stop in Laos!

Als dritter und damit bereits letzter Stop stand Luang Prabang, wiederum fünf Stunden nördlich von Vang Vieng, auf unserem Plan. Luang Prabang ist eigentlich auf der Agenda jedes Laos-Reisenden, dementsprechend sollte uns eine absolut auf den Tourismus ausgerichtete Stadt mit (hoffentlich) coolen Sehenswürdigkeiten erwarten!

 

Unser Hostel: 

Luang Prabang mangelt es definitiv nicht an Hostels bzw. Gasthäusern, wir wählten das ‘Friendly Backpacker Hostel’ und machten damit einen ziemlich guten Fang. Die Zimmer waren zwar klein, dafür der Gastgeber aber unfassbar nett und die Bäder sauber. Das gratis Frühstück am Morgen war gut, außerdem konnten wir auch unseren Roller direkt über das Hostel mieten. Wir würden das ‘Friendly Backpacker Hostel’ auf jeden Fall weiterempfehlen!

 

Was es zu sehen gab: 

Wat Mai Suwannaphumaham:

In Luang Prabang gibt es gleich eine Reihe von Tempeln, wir pickten uns die wahrscheinlich wichtigsten heraus. Den Anfang machte der ‘Wat Mai Suwannaphumaham’. Wir haben schon definitiv spannendere Tempel gesehen, dennoch war er einen (kurzen) Besuch wert.

 

Königspalast:

Nur wenige Meter weiter befindet sich die wahrscheinlich bekannteste Attraktion innerhalb der Stadt, der Königspalast. Bis 1975 war Laos eine Monarchie und Luang Prabang der Sitz des Königs. Heute befindet sich im Palast das Nationalmuseum, leider ist das Fotografieren innerhalb nicht erlaubt. Man kann u.a. den alten Thron besichtigen.

Außerdem sind auf dem Gelände ein paar alte Autos der Monarchen ausgestellt.

Neben dem Königspalast befindet sich der Haw Pha Bang, ein weiterer, ziemlich schöner Tempel. Auch hier war das Fotografieren im Tempel nicht erlaubt.

 

Wat Xieng Thong:

Am Mekongufer befindet sich mit dem ‘Wat Xieng Thong’ der einzige Tempel der Stadt, welcher die Plünderung von 1887 unversehrt überstanden hat. Gebaut wurde er im Jahre 1560.

 

Kuang Si Falls: 

Ca. 30km von Luang Prabang entfernt befinden sich die ‘Kuang Si Wasserfälle’, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit im Umland von Luang Prabang. Die Wasserfälle sind nicht sonderlich groß und daher auf keinen Fall mit z.B. den Iguazu-Wasserfällen zu vergleichen. Dennoch macht das türkisblaue Wasser die Wasserfälle zu etwas besonderem und der Besuch ist auf jeden Fall ein Muss!

Neben den Wasserfällen befindet sich auch eine Bären-Auffangstation auf dem Gelände.

 

Phousi-Berg:

Innerhalb der Stadt befindet sich ein 130m hoher Berg, der ‘Phousi’. Gerade zum Sonnenuntergang soll dieser einen Besuch wert sein, ein Geheimtipp ist dies allerdings nicht. Nach 328 Stufen waren wir auf der Spitze und trafen dort auf sehr viele andere Menschen, daher machten wir nur einen kleinen Rundgang und schauten den Sonnenuntergang bei einem Bierchen von weiter unten an.

UXO Besucherzentrum:

Offiziell war Laos im Vietnamkrieg kein Gegner der USA, dennoch wurde das Land von den US-Soldaten im Geheimen schwer bombardiert. Mit rund 2,5 Tonnen Bomben pro Einwohner (!!!) ist Laos das am schwersten bombardierte Land weltweit, auf Laos wurden mehr Bomben abgeworfen als im gesamten Zweiten Weltkrieg eingesetzt.

Auch heute leidet die Bevölkerung noch unter der schweren Bombardierung bzw. den daraus resultierenden vielen Blindgängern, welche überall auf dem Land noch heute liegen. 

Das UXO (UXO = unexploded ordnance = unexplodierte Munition) Besucherzentrum Luang Prabang klärt über die Bombardierungen während des Vietnamkrieges auf. U.a. werden Betroffene in Filmen vorgestellt, viele davon sind Kinder, welche bspw. beim Spielen auf Blindgänger treffen und durch deren Explosionen oft schwere oder tödliche Verletzungen erleiden.

 

Luang Prabang ist schon wirklich touristisch, dennoch hat die Stadt definitiv etwas und darf daher auf keinen Fall fehlen. Besonders die ‘Kuang Si Wasserfälle’ waren sehr beeindruckend!

Wir fahren nun nach Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Um Geldbeutel und Umwelt zu schonen haben wir uns für den Bus entschieden, die geplante Fahrtzeit beträgt stolze 24 Stunden (laut Internetbewertungen verlängert sich die Zeit gerne mal auf bis zu 30 Stunden). Wir sind gespannt und melden uns dann irgendwann aus Hanoi!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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