Interrail,  Reisetagebuch

Ljubljana

Zwischenstop im wechselhaften Ljubljana! 

Eigentlich sollte es für uns von Wien nach Zagreb gehen, da wir jedoch keine Lust auf eine 9stündige Zugfahrt hatten haben wir uns spontan dazu entschieden in Ljubljana anzuhalten und dort eine Nacht zu verbringen – zum Glück, denn die Stadt ist echt schön! 

In Ljubljana aus dem Zug gestiegen und fast umgefallen. Es war so unfassbar warm (30Grad aber gefühlt noch wärmer), sodass man den heißen Asphalt durch die Schuhsohlen spüren konnte. Als wir am nächsten Morgen aufgewachten – REGEN (zum ersten Mal auf unserer Reise) und nur 15Grad – was ist denn hier los? 

 

Unser Airbnb: 

Wir haben uns ein Privatzimmer bei Milovan gebucht, der uns freundlicherweise vom Bahnhof abgeholt hat. Als Mensch war er super freundlich, die Wohnung ist aber okay (er vermietet noch 3 weitere Zimmer). An den Wänden klebten überall tote Mücken und insgesamt war es nicht super sauber, Handtücher und Klopierpapierr hatte er vergessen. Der Wäscheservice aber (auch wenn er am nächsten Tag ohne Mutti nicht wusste, welches unsere Wäsche war) war klasse und für eine Nacht waren auch die negativen Dinge nicht so ein großes Problem. 

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps:

Auf Grund des Wetterumschwungs haben wir uns am zweiten Tag dazu entschieden unsere Rücksäcke direkt morgens mitzunehmen um die 3km nur einmal im Regen zu laufen und nicht 3mal (in die Stadt-zurück um die Rücksäcke zu holen-zum Bahnhof). Also fiel unsere Sightseeingtour am zweiten Tag etwas kleiner als geplant aus, da unsere Buddies (Rucksäcke) nicht sooo leicht sind.

Burg von Ljubljana: 

Nachdem wir im Airbnb angekommen waren machten wir uns auf den Weg, die Burg zu besichtigen. Wo liegt diese Burg? Natürlich auf einem Berg! Also wanderten wir bei 30Grad ein bisschen bergauf, da wir dies nicht am nächsten Tag in der Mittagshitze machen wollten (da wussten wir noch nicht, dass es am nächsten Tag regnen soll). 

Die Burg ist vor einiger Zeit umfassend renoviert worden und bietet heute einiges zu entdecken, leider ist davon nur ein Bruchteil kostenlos. Verschiedene Ausstellungen zur slowenischen Geschichte, Restaurants und ein Aussichtsturm sind die Hauptattraktionen. Aber auch so kann man die Burg betreten und einen schönen Ausblick genießen.

 

Die Altstadt:

Auf dem Rückweg gingen wir durch die Altstadt und entlang des Lubljanica-Ufers, wo entsprechend des Wetters einiges los war.

 

Drachenbrücke: 

Eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt ist die Drachenbrücke, auf welcher zahlreiche Drachenfiguren sitzen und ihr so ihren Namen geben. Angeblich beweist erst ein Foto mit den Drachen den Besuch der Stadt – wir können es beweisen!

 

Zentralmarkt

Wenn man die Drachenbrücke über dem Fluss Ljubljanica überquert, so kommt man direkt auf den Zentralmarkt. Hier werden verschiedene Lebensmittel verkauft, im Hintergrund blickt man auf die Burg.

 

Prešeren-Platz: 

Der Preserenplatz ist der Zentralplatz Ljubljanas und daher auch einer der bekanntesten Orte der Stadt. Im Mittelpunkt steht eine Statue des slowenischen Nationaldichters France Preseren. Desweiteren grenzen die Franziskanerkirche sowie das Urbanec-Haus (ein berühmtes Kaufhaus) an den Preserenplatz. Südlich geht es vom Preserenplatz aus über die Tromostovje (dt. Drei Brücken), neben der Drachenbrücke die zweite berühmte Brücke Ljubljanas. Sie besteht aus drei einzelnen Brücken, welche nebeneinander ‚aufgefächert‘ über die Ljubljanica führen.

 

Metalkova:

In bahnhofsnähe liegt das Metalkova, ein autonomes Kultur- und Politikzentrum. Das ehemalige jugoslawische Kasernengelände ist seit 1993 besetzt und beinhaltet heute zahlreiche Kunstgalerien, Bars und sogar ein Hostel. Es erinnert uns ein wenig an die Freistadt Christiania in Kopenhagen.

 

Ursprünglich war Ljubljana gar nicht eingeplant und kam uns wie erwähnt als Zwischenstation zwischen Wien und Zagreb wie gelegen. Wir verbrachten hier nur etwas mehr als 24 Stunden, und aufgrund unserer Rucksäcke konnten wir nicht mal diese Zeit komplett nutzen. Dennoch hat es uns hier richtig gut gefallen! Als Hauptstadt hat Ljubljana kulturell einiges zu bieten, mit knapp 290.000 Einwohnern dabei auch noch eine entspannte Größe.

Ganz allgemein sind wir vom ganzen Land Slowenien echt angetan. Vorher konnten wir mit diesem Land überhaupt nichts verbinden, aber schon die Zugfahrt hat die wunderschöne Landschaft gezeigt und uns echt begeistert! Die meiste Zeit der Zugfahrt fuhren wir an einem kleinen Fluss vorbei, im Hintergrund ragten riesige Berge und Wälder. Einfach traumhaft!

Im Sommer (und das mussten wir leider am eigenen Leib spüren) gibt es hier Sahara-ähnliches Wetter, im Winter kann man hier Skifahren. Somit kann man hier auch zu jeder Jahreszeit etwas erleben.

Slowenien ist unserer Meinung nach auf jeden Fall eine Reise wert, wir würden es definitiv empfehlen!

 

Milly und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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