Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Lima

Die ersten Schritte in Südamerika!

Nach unserer ereignisreichen Zeit in Mexiko sollte für uns nun das Abenteuer Südamerika so richtig losgehen. Mexiko war ein dankbarer Einstieg und hat uns langsam an das Chaos in Mittel- und Südamerika gewöhnt, sodass wir in Lima keine sonderlich bösen Überraschungen erwarteten.

Der Transfer vom Flughafen in das Zentrum gestaltet sich in Lima etwas schwieriger und definitiv teurer als in Mexiko-Stadt. Theoretisch gibt es einen öffentlich Bus, von diesem wird einem jedoch oft abgeraten. Mit Gepäck ist schlichtweg kein Platz dort, außerdem soll es nicht sonderlich sicher sein. Zu zweit empfiehlt sich stattdessen ein Taxi, praktischerweise wird man nach Ankunft direkt von tausenden Anbietern angesprochen. Nach ein wenig Verhandlung zahlten wir nun knapp 10€ für die 8km, welche im Berufsverkehr jedoch eine knappe Stunde benötigten.

 

Unser Airbnb:

Auch in Lima entschieden wir uns aus Kostengründen für ein Airbnb im Stadtteil Magdalena. Unser Host war diesmal eine süße Omi, die 3 Zimmer durch ihren Enkel/Sohn bei Airbnb vermieten lies. Eigentlich gilt Miraflores, das reiche und moderne Viertel, als Unterkunftsort Nummer eins, dennoch hat es uns auch hier gefallen. Da sie nur spanisch sprach, hatten wir zwar leichte Verständigungsprobleme, aber die Wohnung lies keine Wünsche offen und hatte noch eine Dachterasse als Highlight, welche aus dem 8. Stock einen coolen Ausblick bot.

 

 

Was es zu sehen gab:

Lima ist ehrlicherweise nicht der schönste Fleck auf der Erde, von vielen wird es auch nur als Ankunftsort genutzt und schnell wieder verlassen. Wir blieben dennoch drei Nächte dort und konnten doch einiges von der Stadt sehen.

 

Plaza de Armas:

Der ,Plaza de Armas‘ oder ‚Plaza Mayor‘ benennt in den meisten latein- und südamerikanischen Städten den Hauptplatz, so auch in Lima. An ihm befinden sich mit dem Rathaus sowie der Kathedrale von Lima gleich zwei bedeutende Gebäude.

 

Witzigerweise wurde Milly gleich zweimal innerhalb von nur drei Tagen von Schülern interviewt.

 

Kloster von San Francisco:

Unweit des ‚Plaza de Armas‘ befindet sich das ‚Kloster von San Francisco‘, welches aufgrund seiner Größe und Architektur als eines der besten Gebäude in Lateinamerika gilt.

Direkt hinter dem Kloster befindet sich der ,Parque de la Muralla’, welcher einen coolen Ausblick bietet. Außerdem wohnen dort Lamas!

 

 

Plaza San Martin:

Neben der ,Plaza de Armas‘ ist die ,Plaza San Martin’ der wohl zweitwichtigste Platz der Stadt. Beide Plätze sind über eine Fußgängerzone verbunden und können daher gut zusammen zu Fuß erkundet werden.

Das zentrale Bauwerk der Plaza bildet das Monument, welches zu Ehren des Unabhängigkeitskämpfers Jose de San Martin errichtet wurde. Auch der Name der Plaza bezieht sich auf Jose de San Martin.

Besonders auffällig hier war die extreme Polizeipräsenz, an jeder Ecke standen Gruppen von Polizisten. Unser Taxifahrer am Abend erklärte uns jedoch, dass dies mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl und nicht mit der allgemeinen Sicherheitslage in Lima zu tun hat.

 

Miraflores:

Der Stadtteil ,Miraflores‘ ist der berühmteste und reichste Stadtteil in Lima und fehlt daher in keinem Reiseführer. Bereits bei der Fahrt mit dem Uber dorthin fielen die vielen schicken Restaurants und Häuser auf.

Am zentralen ,Parque John F. Kennedy’ aßen wir in der Sangucheria (eine Art Sandwichbar) ,La Lucha’ die besten Pommes der Stadt (zumindest lasen wir dies zuvor im Internet) und wurden definitiv nicht enttäuscht! Anschließend liefen wir die Avenida Jose Larco bis zum Kaufhaus Larcomar entlang, welches direkt an der Steilküste liegt. Von hier aus kann man einen schönen Blick auf die Küste werfen, welche mehrere zehn Meter unterhalb entlangläuft.

 

Parque de la Reserva:

Der ,Parque de la Reserva‘ ist ein weiterer Park in Lima, welcher mehrere Brunnen beherbergt. Jeden Abend wird dort eine bunte Wasser- und Lasershow an einem der Brunnen aufgeführt.

 

Lima ist eine riesige Stadt, welche sicherlich wesentlich besser ist als ihr Ruf. Gerade jedoch der Nahverkehr machte uns etwas zu schaffen, denn anstatt öffentlicher Busse fahren hier fast ausschlieslich private Busse, bei denen die Routen vom jeweiligen Busunternehmen festgelegt werden. Orientieren kann man sich ausschliesslich an den wenigen Orten, die in den Frontscheiben der Busse ausgehangen sind, ohne Ortskenntnisse ist dies jedoch quasi unmöglich. Dank Uber konnten wir nichtsdestotrotz die Stadt erkunden und einen kleinen Einblick in den Trubel der peruanischen Hauptstadt bekommen.

Mit dem Bus fahren wir nun in das Trekking-Mekka Huaraz, ca. 400km nördlich von Lima. Wir sind gespannt, ob uns die Höhenkrankheit erwischt und wie wir uns in den Bergen schlagen werden. Bis dann!

Milly und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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