Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

La Paz

Erste Schritte in Bolivien!

Wir nehmen es vorweg: Der Grenzübergang hat problemlos geklappt und wir sind in Bolivien! Über Copacabana (leider nicht in Rio, sondern in Bolivien) ging es direkt nach La Paz. Bolivien ist für uns ein gänzlich unbekanntes Pflaster, lediglich zwei Dinge kamen uns im Vorfeld zu Bolivien und La Paz in den Sinn: La Paz ist die größte Stadt sowie die Hauptstadt Boliviens. Beides ist übrigens falsch, aber dazu später mehr.

Der Weg von Puno nach La Paz verlief entspannt, dennoch brauchten wir fast zehn Stunden. Der Grenzübergang dauerte natürlich ein wenig sowie ein Umstieg im bolivianischen Copacabana. Außerdem mussten wir den Titicacasee per Fähre überqueren, wir fuhren dabei mit einem kleinen Boot und unser Bus mit einer abenteuerlichen Fähre (was ewig dauerte), am Ende schafften wir es aber alle.

Unser Hostel: 

Nur 10 Gehminuten vom Busbahnhof in La Paz entfernt lag unser Hostel, das “Bunkie Hostel”. Das Hostel war ein relativ großes, dennoch waren wir in unserem 6-Bett-Zimmer die drei Nächte alleine und konnten uns schön ausbreiten.

Allgemein war das Hostel ziemlich cool und die Betten die wohl gemütlichsten bisher, lediglich beim Frühstück (welches aber Gratis war) bekleckerte sich das Hostel nicht mit Ruhm. Die kleinen Portionen wurden genau abgezählt, ein Nachschlag ausgeschlossen. 

Im Großen und Ganzen hat es uns aber wirklich gut gefallen!

Was es zu sehen gab:

La Paz ist mit 750.000 Einwohner die drittgrößte Stadt des Landes, zusammen mit dem direkt angrenzenden El Alto (die zweitgrößte Stadt des Landes) bildet es jedoch das größte Ballungsgebiet Boliviens. Beide Städte gelten jedoch als eigenständig.

La Paz ist nicht, wie oft angenommen, die Hauptstadt Boliviens, sondern lediglich der Regierungssitz, dafür aber der höchstgelegene der Welt. Hauptstadt ist das südlicher gelegene Sucre, dazu aber in ein paar Tagen mehr.

Bolivien gilt als eines der ärmsten Länder Südamerikas, dies spiegelt sich natürlich auch in La Paz wieder. Das eher tief gelegene La Paz (ca. 3200m ü. N.) ist aufgrund der geschützten Wetterlage grundsätzlich eher der reicheren Bevölkerung vorbehalten, im höher gelegenen El Alto (4100m ü.N.) wohnen hingegen die ärmeren Leute. Dennoch bewegen sich Arm und Reich hier grundsätzlich auf einem ärmeren Niveau und dies merkt man auch in La Paz.

La Paz hat nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, vielmehr zeichnet sich die Stadt durch Chaos und Lautstärke aus. Dennoch ist es für uns ein Muss einer Bolivienreise und im Endeffekt konnten wir drei interessante, aber aufgrund der dünnen Luft auch anstrengende Tage verbringen.

 

Mercado in El Alto:

In El Alto findet jeden Donnerstag und Sonntag der größte Markt Südamerikas auf über 5 Quadratkilometern statt. Dabei werden nahezu alle erdenklichen Dinge angeboten, die Palette reicht z.B. von Autoteilen, über Spielzeug, bis hin zu Badezimmereinrichtung oder Haustieren. Natürlich gibt es auch Kleidung oder Obst und Gemüse.

Wir sahen natürlich längst nicht den kompletten Markt, dennoch konnten wir bei unserem Spaziergang einen guten Eindruck über diesen gigantischen Markt bekommen und waren wirklich fasziniert. 

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Den Markt besuchten wir übrigens mit einem außergewöhnlichen Verkehrsmittel: Der Seilbahn. In La Paz gibt es mittlerweile acht verschiedene Linien. Durch die besondere Struktur der Stadt, welche teilweise einen Höhenunterschied von 900m aufweist, fährt man relativ steil nach oben (zumindest nach El Alto) und bekommt so einen Blick über La Paz.

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Basilica de San Francisco:

Im Zentrum liegt die ‘Basilica de San Francisco’, eine der größten Kirchen in La Paz. 

 

Plaza Murillo:

Neben der ‘Plaza San Francisco’, dem Platz vor der ‘Basilica de San Francisco’, ist die ‘Plaza Murillo’ der zweite bedeutende Platz in La Paz. An ihm liegen mit der Kathedrale von La Paz sowie dem Parlament von Bolivien gleich zwei wichtige Gebäude der Stadt.

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Mercado de Las Brujas – Hexenmarkt:

Die vielleicht berühmteste Einkaufsstraße von La Paz ist der Hexenmarkt, welcher auf den ersten Blick wie ein Straße voller gewöhnlicher Souvenirläden (welche alle auch nahezu das gleiche Sortiment verkaufen) aussieht. Bei genauerem Hinsehen findet man dort aber viele spirituelle Dinge, u.a. sollen dort bspw. Alpaca-Embryos verkauft werden. Wir deckten uns dort vor allem mit vielen Aufnähern verschiedener bereits bereister Länder ein, diese waren dort in großer Vielzahl und verhältnismäßig günstig zu bekommen.

 

Namas Te:

In Bolivien aßen wir in einem für Südamerika ungewöhnlichem Restaurant, dem ‘Namas Te’. Dort gibt es jeden Mittag ein wechselndes veganes Tagesgericht, uns begeisterte es wirklich (und war nach der sonst eher fleischlastigen Ernährung eine gern gesehene Abwechslung). Wir wissen zwar nicht zu 100% was wir aßen, dennoch war alles echt lecker!

 

Valle de la Luna: 

Das ‘Valle de la Luna’ (dt.: Mondtal) liegt nur wenige Kilometer von La Paz entfernt, dennoch erwartete uns dort eine komplett andere Welt. Durch Klimaeinflüsse mehrerer Millionen Jahre haben sich dort ganz besondere Gesteinsformationen gebildet, welche an den Mond erinnern. Laut einem Guide soll sogar Neil Armstrong die Ähnlichkeit vor Ort bestätigt haben.

Der Trip zum ‘Valle de la Luna’ lässt sich übrigens sehr einfach selbst organisieren, von der ‘Plaza San Francisco’ fahren Busse Richtung ‘Maltas’ und halten wenige Meter vom Eingang entfernt.

 

 

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Unser Fazit zu La Paz:

La Paz ist sicherlich keine komplett hässliche Stadt, dennoch gehört sie definitiv nicht zu den besonderen oder schönen Städten. Es gibt quasi keine historische Altstadt und daher wenig Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt, außerdem trägt die bolivianische Armut auch nicht zur Schönheit der Stadt bei. Bei Grenzübergang am Titicacasee bietet sich ein Aufenthalt in La Paz an und ist für ein paar Tage sicherlich auch nicht verkehrt, dennoch lohnen sich andere Orte in Bolivien sicherlich mehr.

Milly & Marcel

 

Wir sind Milly und Marcel

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