Asien,  Reisetagebuch

Khao Lak

Die ersten Schritte in Asien!

So richtig glauben können wir es gerade nicht, aber es ist wahr: Noch vor wenigen Tagen standen wir an der Copacabana in Rio de Janeiro und heute in Khao Lak im Süden Thailands, beide Orten trennen immerhin über 15.000km. Für uns beide ist Thailand eine komplett neue Erfahrung, für Marcel sogar das erste Land in Asien.

Der Empfang in Bangkok war zwar nicht unbedingt herzlich (an welchem Flughafen geht es auch herzlich zu?), immerhin bewahrheiteten sich aber unsere Befürchtungen nicht und die Einreise verlief relativ schnell und ohne Komplikationen. Durch den enormen Tourismus gehört Thailand in dieser Hinsicht sicherlich zu den humansten Ländern in Südostasien, mit ein wenig Pech kann es dennoch jeden erwischen. Für den Notfall hatten wir sogar ein Ausreisebusticket gebucht, dieses wurde aber nicht kontrolliert und so bekamen wir unseren thailändischen Stempel ohne Nachfragen.

In Bangkok verbrachten wir nur eine Nacht in einem flughafennahen Hostel und schliefen ein wenig den Jetlag aus, am nächsten Tag ging unser Flug weiter nach Phuket, die südthailändische Touristenhochburg. In der Nähe Phukets, genauer gesagt im kleinen Khao Lak, hatten wir uns mit Torsten und Martina (Milly’s Eltern) verabredet und wollten dort insgesamt zehn Tage gemeinsam verbringen.

Der Flug nach Phuket sowie der Transfer vom Flughafen zum Hotel klappten wunderbar und so trafen wir gegen Mittag im Robinson Club in Khao Lak ein. Natürlich war die Wiedersehensfreude nach immerhin fünf Monaten riesengroß!

Wir verbrachten zehn wirklich traumhafte Tage im Hotel (den ein oder anderen erwischte es zwischendurch krankheitsbedingt ein wenig, doch auch dies ging vorbei) und die Zeit verging wie im Flug. An dieser Stelle wollen wir nicht allzu viele Worte verlieren und den Familienurlaub Familienurlaub sein lassen (und diesen macht man halt entspannt im Kreise der Familie), zwei Erlebnisse sollten dennoch erwähnt werden.

 

Chinesisches Neujahr: 

Glücklicherweise fiel das chinesische Neujahr in diesem Jahr auf den 5. Februar und damit genau in unseren Aufenthalt (das chinesische Jahr wird nach einem Mondkalender berechnet und findet daher nicht jedes Jahr am gleichen Tag statt). Neben chinesischem Essen sowie chinesischer Deko gab es auch ein kleines Feuerwerk sowie eine Drachenshow zur Feier des Tages.

Am Strand sollten ein paar Laternen fliegen, diese wurden durch den Wind jedoch in die nebenstehenden Palmen geweht (welche natürlich auch Feuer fingen).

 

Das Tsunami Memorial Center in Khao Lak:

Im Dezember 2004 hat es im ein schweres Seebeben gegeben und infolgedessen wurde die Küste Thailands, am stärksten eben hier in Khao Lak, von einem unfassbar starken Tsunami verwüstet. Hunderte von Einheimischen und Touristen kamen allein in Khao Lak um’s Leben, auch heute sind noch nicht alle Menschen gefunden. Als Mahnmal dieser Naturkatastrophe befindet sich im Zentrum Khao Laks ein Polizeiboot, welches durch den Tsunami über 2km in das Landesinnere gespült wurde und heute noch am originalen Fundort liegt. Außerdem wurde neben dem Boot ein Tsunami Memorial Center mit reichlich Filmmaterial in Erinnerung an diese schwere Naturkatastrophe eingerichtet.

 

Phang Nga Bay:

Neben den wunderschönen Stränden in Khao Lak hat die Halbinsel Phuket noch wahnsinnig viel mehr zu bieten, dementsprechend führen viele unterschiedliche Touren von Khao Lak aus in die nähere Umgebung. Wir buchten eine Tour in die Bucht, in welcher sich einige der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes befinden. Mit dem Longtailboot erkundeten wir auf dem Weg zur Bucht eine Höhle und padelten ein wenig mit dem Kayak durch den Mangrovenwald.

Im Anschluss führte uns Tourguide Tom (ein ausgewanderter Deutscher) in die Nähe des James-Bond-Felsen (ein sehr berühmter Felsen aus dem James Bond Film ‘ ‘), aufgrund des großen Touristenaufkommens umfuhren wir diesen jedoch und hielten stattdessen auf einer kleinen und weniger bekannten Insel an. Nach einem kurzen Bad im Meer ging es weiter, eine zweite Höhle stand auf dem Plan.

Den Abschluss der Tour bildete ein kleines Fischerdorf, dort hielten wir für das Mittagessen sowie einen kleinen Dorfrundgang an.


Alles in allem war diese Tour durch die Bucht schon richtig beeindruckend, durch die vielen kleinen Inseln und das türkisblaue Meer fühlte man sich wie im Paradies. Tom zeigte aber auch sehr anschaulich die Schattenseiten, nämlich den das gute Maß überschreitenden Tourismus (zu dem wir natürlich auch unseren Teil beitragen), auf. Highlights wie der James-Bond-Felsen oder die Hong-Islands (an welchen wir ebenfalls vorbeischipperten) werden täglich von tausenden von Menschen besucht.

Nach 10 Tagen hieß es dann erneut Abschied nehmen und unseren neuen Besuch aus Deutschland vom Flughafen abholen. Bis bald!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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