Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Ica

Zu Besuch in der Wüste!

Nach unserem Abenteuer Dschungel stand nun der Süden Perus rund um Machu Picchu und Titicacasee auf dem Programm, dazu ging es zunächst per Flugzeug zurück nach Lima. Aufgrund der großen Distanzen ist das Inlandsfliegen in Peru wesentlich gebräuchlicher als in Deutschland und jede mittelgroße Stadt besitzt ihren eigenen Flughafen. Trotz grottenschlechter Bewertungen im Internet flogen wir mit Vivaair, dem südamerikanisch Pendant zu Ryanair. Bis auf fünf Stunden Verspätungen klappte alles erstaunlich gut und wir kamen ohne Extrakosten nachts um halb zwei im Lima an.

Eigentlich sollte es bereits am nächsten Tag per Bus weiter nach Ica gehen, Marcels kleine Magenverstimmung verlängerte unseren Aufenthalt jedoch um einen weiteren Tag. 

Wir fuhren zum ersten Mal mit einem Bus der Gesellschaft ‘Cruz del Sur’ und wurden positiv überrascht. Zwar sind die Busse nicht gerade günstig, Service und Komfort überboten jedoch die bisher gekannten Linea-Busse noch einmal und ließen die fünf Stunden Fahrt (in Peru ist das absolute Kurzstrecke, voraussichtlich unsere kürzeste Fahrt) wie im Flug vergehen. 

In Ica wartete eine komplett andere Landschaft auf uns, wir tauschten den grünen Dschungel gegen die sandige Wüste.

 

Unser Hostel:

In Ica fanden wir im Vorfeld nur ein gutes Hostel, sodass die Wahl nicht schwer fiel: Das Ica Adventures II befand sich ca. 1,5km fußläufig vom Busbahnhof / Zentrum entfernt und war ein echter Glücksgriff! Das Hostel war super sauber und hatte ausgiebige Gemeinschaftsbereiche, u.a. eine Bar im Dachgeschoss mit leckerem und günstigem Essen. 

Die Bar des Hostels

Unser 6er-Zimmer war geräumig und modern und wir fühlten uns echt wohl. 

 

Was es zu sehen gab:

Ica liegt quasi auf dem Weg, egal ob man von Lima nach Arequipa oder Cusco fährt, und eignet sich somit gut als Zwischenstop. Die Stadt ist sicherlich nicht hässlich, große Highlights gibt es dort aber auch keine. Unser Eindruck von der Stadt resultiert daher nur aus dem Fußweg vom Busbahnhof zum Hostel, dem Ausblick von der Dachterrasse unseres Hostels sowie aus dem Weg vom Hostel zurück zum Busbahnhof.

Direkt neben Ica liegt die Oase Huacachina, eine der Hauptattraktionen der Stadt:

Oase Huacachina:

Die Oase Huacachina liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Ica und ist unter Ica-Besuchern ein ‘Must-See’. Um die Oase haben sich eine Reihe von Häusern angesiedelt und den Ort zu einer Touristenhochburg gemacht, es reihen sich Restaurants an Hotels und Hotels an Souvenirshops. 

Wir buchten in unserem Hostel eine Tour, welche neben der Oase noch Sandbuggyfahren und Sandboarding beinhaltete. Von der Oase selbst waren wir ehrlicherweise ein wenig enttäuscht, für uns persönlich hatte sie wenig Besonderes. Natürlich ist eine Oase in der Wüste besonders, aufgrund der Nähe zu Ica sowie den ganzen Häusern drumrum hat es jedoch ziemlich an Charme eingebüßt.

Nach der Oase gingen wir zu Fuß auf eine Sanddüne, auf welcher bereits unzählige Sandbuggys warteten. Von dort ging es mit dem Sandbuggy zunächst quer durch die Wüste, wir fühlten uns teilweise wie in der Achterbahn und hatten echt Spaß. Zwischendurch machten wir mehrere Stops, in welchen wir mit dem Sandboard auf dem Bauch liegend die (teilweise echt hohen) Sanddünen runterrasten.

Abschließend schauten wir noch den Sonnenuntergang, welcher in die Wüste noch einmal ein echtes Highlight darstellte. Zu uns gesellte sich noch ein streunender Hund, sodass wir den Sonnenuntergang zu dritt genießen konnten.

 

Die Oase war zwar weniger spannend, die Tour insgesamt dennoch echt witzig und lohnenswert. Wir würden anderen dennoch empfehlen, die Tour auf eigene Faust zu machen und auf Touranbieter zu verzichten. Die An- und Abreise kann günstig per Taxi selbst organisiert werden und die Sandbuggy-Touren werden ebenfalls vor Ort angeboten, jedoch zu einem deutlich geringeren Preis. Die Tour vom Hostel war nicht unbedingt teuer, dennoch hätten wir fast die Hälfte sparen können.

 

Durch das Hostel sowie die Wüstentour war Ica ein echt gelungener Zwischenhalt, nun geht es weiter in eine der schönsten sowie die zweitgrößte Stadt Perus: Arequipa!

 

Milly & Marcel

 

 

 

 

Wir sind Milly und Marcel

One Comment

  • Martina und Torsten Wiese

    Hallo ihr Beiden,

    Danke für eure immer so tollen Beiträge.
    Ihr habt schon so viel erlebt, aber ihr seid noch sooo lange weg…
    Alle, denen wir einen kleinen Ausschnitt aus eurem Portal zeigen, sind begeistert über eure anschaulichen Berichte.
    Wir freuen uns, auf diese Weise immer fast live dabei sein zu können.

    Viel Spaß und tolle Erlebnisse weiterhin!
    Liebe Grüße von Martina & Torsten

    Oktober 2018

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