Asien,  Reisetagebuch

Hue

Hue ist eine alte Kaiserstadt in Zentralvietnam mit rund 350.000 Einwohnern, bis 1945 war es sogar die Hauptstadt Vietnams. Die Zugfahrt von Ninh Binh nach Hue dauerte zwar fast 12 Stunden, dennoch war sie ziemlich angenehm und ging auch verhältnismäßig schnell vorbei.

 

Unser Hostel:

Hue besitzt zahlreiche gut bewertete Unterkünfte, wir entschieden uns für das ‘Buncha House’. Dieses hatte eine gute und zentrale Lage sowie einen geräumigen Schlafsaal. Es ähnelte mehr einem Hotel als einem Hostel und es gab daher bspw. keinen richtigen Aufenthaltsbereich, ansonsten gab es wirklich nichts einzuwenden.

 

Was es zu sehen gab:

Als ehemalige Kaiserstadt befinden sich die Ruhestätten gleich mehrerer Kaiser im Umfeld, die größte Sehenswürdigkeit ist aber definitiv die ‘verbotene Stadt’ im Zentrum Hue’s. 

Grabmal von Kai Dinh:

Kai Dinh lebte von 1885 bis 1925 und war der zwölfte Kaiser der Nguyen-Dynastie (letzte Kaiserdynastie in Vietnam, herrschte bis 1945). Er herrschte lediglich von 1916 bis 1925 und galt dabei als beim Volk nicht sonderlich beliebt, dennoch ist sein Grabmal ca. 10km von Hue entfernt riesig und imposant.

 

Grabmal von Minh Mang:

Minh Mang gehörte ebenfalls der Nguyen-Dynastie an, er lebte jedoch rund 100 Jahre vor Kai Dinh und war der zweite Kaiser der Dynastie. Dieses Grab stand eigentlich nicht auf unserem ursprünglichen Plan, durch ein angebotenes Kombiticket konnten wir es jedoch fast kostenlos besichtigen und nahmen es daher gerne mit.

 

Verlassener Wasserpark:

In Hue befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit, welche in Zeiten vor Instagram und Co. sicherlich ziemlich unbekannt wäre. Heute aber besuchen viele Touristen diesen verlassenen Wasserpark, welcher offiziell geschlossen ist und daher nur über einen kleinen Waldweg und manchmal auch nur dank einer kleinen Spende an den Wachmann betreten werden kann.

 

Kaiserzitadelle:

Die Sehenswürdigkeit schlechthin ist die Kaiserzitadelle, sie war Sitz der Nguyen-Dynastie von 1802 bis zu ihrem Ende 1945. Auf dem riesigen Gelände befand sich u.a. ein Palast nach dem Vorbild der ‘verbotenen Stadt’ auf Peking. Während des Vietnamkrieges wurde der Großteil der Anlage zerstört, teilweise finden Restaurierungsarbeiten statt.

 

Thien Mu-Pagode:

Am Ufer des Parfüm-Flusses (so wird der Fluss durch Hue genannt) befindet sich dieses buddhistische Kloster. Besonders der hohe Turm direkt im Eingang ist sehenswert.

Hue als ehemalige Kaiser- und Hauptstadt hat historisch einen enormen Stellenwert in der Geschichte Vietnams und darf daher auf keinen Fall verpasst werden! Nur vier Busstunden südlich befindet sich das kleine Hoi An, unsere nächste Station. Bis bald!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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