Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Cordoba

Nach Mendoza ging es für uns weiter Richtung Osten, als nächste Stadt stand Cordoba auf dem Plan. Die zweitgrößte Stadt Argentiniens ist ein wichtiges kulturelles Zentrum sowie Hauptverkehrsknoten, außerdem besitzt Cordoba eine der wichtigsten Universitäten des Landes.

Auch in Argentinien ist der Fernbus das Reisemittel Nummer Eins, in diesem Fall wählten wir aufgrund der etwas größeren Entfernung (11 Stunden) einen Nachtbus. Zumindest für Marcel verging die Zeit wie im Flug und wir erreichten am frühen Morgen Cordoba.

Unser Hostel:

Wir verbrachten drei Nächte im ‘Alvear Hostel’, welches uns am Anreisetag mit einem kostenlosen Frühstück (obwohl wir fünf Stunden vor dem eigentlichen Check-In auftauchten) sehr nett begrüßte. Der riesige Flur (Altbau) sowie die geräumige Dachterrasse waren die Highlights, unser 6-Bett-Zimmer war mehr als solide und das Hostel somit insgesamt auf jeden Fall eines der besseren bisher.

Was es zu sehen gab:

Cordoba ist mit seinen 1,3 Millionen Einwohner wirklich groß und hat daher einige Sehenswürdigkeiten auf Lager:

Plaza San Martin:

Die ‘Plaza San Martin’ ist der Hauptplatz Cordobas. Im Mittelpunkt befindet sich eine Statue des namensgebenden Jose de San Martin, ein südamerikanischer Freiheitskämpfer.

An der Plaza befinden sich außerdem die Kathedrale von Cordoba sowie der Cabildo, ein historisches Ratsgebäude.

Der Cabildo

 

Compañía de Jesús:

Die ‘Compañía de Jesús’ ist äußerlich eher unspektakulär, dennoch ist sie die älteste Kirche Argentiniens.

 

Sagrado Corazón:

Unserer Meinung nach die wohl schönste und imposanteste Kirche der Stadt.

 

Palacio Ferreyra:

Das Schloss beherbergt heute ein Kunstmuseum, die umliegende Grünfläche wird zudem gerne von Studenten zum Entspannen genutzt.

 

Parque Sarmiento:

Der größte Park der Stadt ist unter der heimischen Bevölkerung ziemlich beliebt, er hat jedoch auch einige Attraktionen: Neben einem riesigen Teich befinden sich hier u.a. ein kleiner Freizeitpark sowie ein Zoo!

Am Ende des Parks befindet sich sogar ein kleiner Aussichtspunkt.

 

Estadio Mario Alberto Kempes:

Im größten Stadion der Stadt (55.144 Plätze), dem Estadio Mario Alberto Kempes, trägt CA Talleres Cordoba, einer von zwei Erstligisten aus Cordoba, seine Heimspiele aus. Glücklicherweise fand an ‘unserem’ Wochenende ein Heimspiel statt, mit dem Club Racing kam sogar der aktuelle Tabellenführer.

Unbeabsichtigterweise schauten Marcel und Paul (ein Waliser, welchen wir im Hostel kennengelernt haben) das Spiel aus dem Gästeblock an, dieser war für einen Montagabend auch ziemlich gut gefüllt. Das Stadion war zwar nicht ausverkauft, dennoch war die Stimmung wirklich überragend und das Spiel ein echtes Erlebnis.

 

Alta Gracia:

Nur eine Autostunde von Cordoba entfernt befindet sich das kleine Städtchen Alta Gracia, ein beliebtes Ziel für einen Tagesausflug.

Das berühmteste Gebäude der Stadt ist sicherlich die Estancia der Jesuiten, eine ehemalige Rinderfarm. Noch zu Lebzeiten trat der damalige Besitzer dem Jesuitenorden bei, nach seinem Tod vermach er das Areal ganz dem Orden. Auf dem Gelände befinden sich u.a. eine Kirche, ein Museum sowie eine alte Mühle.

Nicht weniger berühmt ist das Casa de Che, ein Museum über den argentinischen Freiheits- und Guerillakämpfer Ernesto ‘Che’ Guevara, welcher bspw. an der Seite Fidel Castros die Revolution in Kuba erreichte. Im ehemaligen Elternhaus von Che, in welchem die Familie in seiner Kindheit einige Jahre lebte, wird die interessante Geschichte seines Lebens erzählt. Viele Bestandteile des Museums sind Original.

 

Cordoba ist sicherlich ein Muss bei jedem Argentinien-Besuch, unserer Meinung nach gibt es dort jedoch auch einiges zu sehen und es lohnt sich wirklich. 

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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