Asien,  Reisetagebuch

Cat Ba

Mit dem Schiff durch die Ha-Long-Bucht!

Aus dem chaotischen Hanoi zog es uns nun nach Cat Ba, die größte der vielen Inseln in der berühmten Ha-Long-Bucht in Nordvietnam. Der Besuch der Ha-Long-Bucht wird in Hanoi an jeder Straßenecke angeboten, wir wollten dennoch auch die Insel Cat Ba anschauen und entschieden uns daher, den Weg auf eigene Faust anzutreten. Eine gute Entscheidung!

Die Stadt ‘Cat Ba Town’ ist wenig spektakulär, das Umfeld dafür aber umso mehr!

 

Unser Hostel:

Cat Ba lebt eindeutig vom Tourismus, dementsprechend wimmelt es dort von Hotels und Hostels. Das ‘Cannon Fort Hotel’ konnte uns im Vorfeld v.a. mit guten Bewertungen und einem guten Preis (etwa drei Euro p.P. und Nacht im 6er-Zimmer) überzeugen. Vorrangig ist das ‘Cannon Fort Hotel’ (wie der Name sagt) ein Hotel, einen Gemeinschaftsbereich gab es dort also nicht. Dennoch war es ziemlich modern und sauber, außerdem gab es ein leckeres Frühstück inklusive. Für den Preis konnten wir wirklich nicht meckern!

 

Was es zu sehen gab:

Ha-Long-Bucht Tagestour:

Natürlich kamen wir vorrangig für die Ha-Long-Bucht nach Cat Ba, dementsprechend buchten wir für den ersten Tag eine Tagestour (diese kostete 18 US-Dollar und war damit wesentlich günstiger als die Touren aus Hanoi). 

Zunächst fuhren wir von Cat Ba aus rund eine Stunde mit dem Boot zur Ha-Long-Bucht, auf dem Weg dorthin kamen wir an den berühmten schwimmenden Fischerdörfern vorbei. Die mobilen Fischzuchten findet man überall rund um die Insel.

Als erster Programmpunkt stand eine ca. zweistündige Kajaktour durch die Ha-Long-Bucht auf dem Plan.

Nach dem Mittagessen legten wir einen kleine Schwimmpause ein, aufgrund des eher kühlen Wetters entschieden wir uns aber dagegen und blieben an Deck.

Auf dem Weg zurück nach Cat Ba besuchten wir noch die Monkey Island. Auf der Insel gibt es jede Menge Affen, welche die Scheu vor dem Menschen komplett abgelegt haben und daher dauerhaft auf Beutezug sind. Theoretisch gibt es auf der Insel einen Aussichtspunkt, wir blieben aber lieber am Strand und schauten den Affen beim Klauen zu. Im Minutentakt wurden Cola-Dosen oder Kekspackungen aus den Händen der Besucher geklaut, auch Mützen waren nicht sicher. 

Die Tagestour ist eine günstige und einfache Möglichkeit, die Ha-Long-Bucht zu sehen. Grundsätzlich sind wir kein Fan von solchen Touren und legen lieber selbst unser Programm fest, in diesem Fall wäre dies aber ohne Tour nur schwer möglich gewesen. Die Bucht selber erinnerte uns doch stark an die Phang-Nag-Bucht aus Thailand, dennoch ist die Ha-Long-Bay irgendwie ein Muss in Vietnam.

Hospital-Cave:

Für die Inselerkundung mieteten wir uns einen Roller, die einfachste Transportmöglichkeit in Asien. Die Landschaft auf der Insel ist traumhaft, beim Fahren schaute man immer mindestens mit einem Auge auf die grünen Felsen.

In einem dieser Felsen wurde im Zuge des Vietnamkrieges ein Krankenhaus errichtet. Heute befindet sich in der Höhle zwar nur noch das Gebäude an sich, dennoch ist die Konstruktion durchaus beeindruckend.

 

Cannon Fort:

In Cat-Ba-Stadt befindet sich, hoch auf einem Hügel, dieses alte Fort. Es wurde in den 1940er Jahren für den Indochinakrieg gegen Frankreich errichtet.

Ironischerweise sind diese Kanonen übrigens ‘Made in France’

Neben den alten Kriegsrelikten bietet das ‘Cannon Fort’ auch eine fantastische Aussicht!

 

Der Besuch der Ha-Long-Bay gehört definitiv zur Pflicht, dennoch würden wir auf jeden Fall auch den Stop in Cat Ba empfehlen. Zum einen sind die Unterkünfte und die Touren hier deutlich billiger, zum anderen hat die Insel noch mehr als ‘nur’ die Bucht zu bieten. Allein das Fahren mit dem Roller macht bei der Landschaft einfach Spaß!

Wir wollen bei schönen Landschaften bleiben und ziehen daher wieder Richtung Süden nach Ninh Binh!

Milly & Marcel

 

Wir sind Milly und Marcel

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