Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Cancun

First Stop: Cancun

Nach einem tränenreichen Abschied zu Hause begann unser großes Abenteuer!

Unser erster Halt: Mittelamerika, Mexico – um genauer zu sein – Cancun, die durch den Massentourismus berühmte Stadt im Osten Mexikos. Nach einer relativen kurzen Nacht in Köln flogen wir am Sonntagmorgen (26.08.18) ab Köln/Bonn in knapp elf Stunden nach Cancun, dank günstiger Zeitverschiebung betraten wir gegen 16:00 Uhr Ortszeit erstmals mexikanischen Boden. Während Milly den Nachbarn im Norden sowie China bereits besucht hatte und damit außereuropäische Erfahrung vorweisen kann, war es für Marcel das erste Mal außerhalb Europas.

Der Transfer vom Flughafen gestaltete sich denkbar entspannt, direkt vor dem Flughafen starteten die ADO-Busse und brachten uns in 30 Minuten in das Zentrum der Stadt.

 

Unser Airbnb:

Auch in Mexiko wollen wir wieder teilweise auf Airbnb zurückkommen und buchten uns daher eine nette Unterkunft im Zentrum von Cancun, 50 Meter vom bekannten “Mercado 28” (ein großer Souvenir- und Trödelmarkt) entfernt. Neben unserem Zimmer wurde ein weiteres Zimmer angeboten, dessen Bewohner wir aber quasi nie zu Gesicht bekamen. Eine gut ausgestattete Küche und eine Klimaanlage im Zimmer waren vorhanden, was will man mehr?

 

Was gab es zu sehen:

Bevor wir auf die (wir nehmen es vorweg: wenigen) Highlights der Stadt zu sprechen kommen, zunächst ein paar Worte zur Geschichte Cancuns: Vor 70 Jahren war Cancun eine kleine Insel vor der Küste Mexikos, auf welcher lediglich ein paar Fischerdörfer zu finden waren. Um den Tourismus in diesem Teil des Landes anzukurbeln, wurde ab Beginn der 70er Jahre die Insel über zwei Wege mit dem Festland verbunden und Hotels darauf gebaut. Auf dem Festland (wo sich auch unsere Unterkunft befand) entstand eine streng geplante Stadt für die Angestellten der Tourismusbranche. In diesem Bereich findet man daher eine semimoderne Stadt mit vielen Restaurants und Souvenirhändlern, jedoch keinerlei historische Bauwerke o.ä. Auf der früheren Insel (“Zone Hotelera” ) befindet sich das touristische Zentrum, hier reihen sich Hotels an Hotels und auch die Strände liegen alle dort. Cancun wird zahlreich von amerikanischen Touristen bereist, dementsprechend ausgerichtet findet man die Zone Hotelera vor: zahlreiche Steakhäuser, ein Hard Rock Hotel oder ein Harley Davidson Laden ziehen sich entlang der Insel.

 

Playa Marlin/Playa Tortugas:

Den ersten Tag in Mexiko wollten wir am Strand verbringen, schließlich hatten wir die weißen Strände und das klare Meer als erstes Bild vor Augen. Der Nahverkehr in Cancun ist abenteuerlich, eigentlich aber auch genial: Die Zone Hotelera wird von zwei Buslinien aus dem Zentrum angefahren, also stiegen wir am Busbahnhof in einen dieser Busse. In Mexiko steigt man jedoch nicht an Bushaltestellen ein, man stellt sich einfach an den Wegesrand und hebt den Arm. Der Bus hält kurz an und ehe man im Bus ist fährt dieser auch schon weiter. Das Bezahlen wird während der Fahrt geregelt.

Aus Angst vor Taschendiebstählen begaben wir uns nur mit einer kleinen Papierkarte auf den Weg und fuhren daher nicht in der erwarteten Richtung auf die Zone Hotelera (welche von beiden Seiten befahren werden kann), was wir aber erst viel später bemerkten. Daher besuchten wir zunächst (gezwungenermaßen) den Playa Marlin und später dann doch noch den eigentlich geplanten Playa Tortugas. 

Leider entsprechen die Bilder aus dem Internet derzeit nicht der Wahrheit, die Strände und auch das Wasser sind bedeckt mit einem braunen Teppich aus Algen. Am Playa Tortugas fanden wir einen kleinen Abschnitt mit nur mäßigen Algenbefall und so konnten wir zumindest kurz im Karibischen Meer baden, dennoch hatten wir uns dies anders vorgestellt. Hoffentlich wird dies an anderen Orten besser!

 

Playa Delfines:

Der Playa Delfines ist einer der schönsten Strände Cancuns, zudem steht an diesem das berühmte Cancun-Schild. Leider ist auch dieser Strand vom Algenbefall betroffen, dennoch ist der weiße Sandstrand schon paradiesisch!

Im Hintergrund kann man die Algen erkennen

 

Isla Mujeres:

Die ‘Insel der Frauen’ liegt ca. 15km nordöstlich vor Cancun und ist der östlichste Ort des Landes. Per Fähre gelangten wir in ca. 30 Minuten vom Fähranleger Puerto Juarez auf die Insel. Bereits am Anleger hatten wir die Qual der Wahl und mussten uns zwischen drei Fährunternehmen entscheiden, zudem versuchten uns viele Tourguides die Überfahrt in Kombination z.B. mit einer Schnorcheltour zu verkaufen. Im Endeffekt schlossen wir uns einfach der Mehrheit der Menschen an und nahmen eine einfache Fährfahrt. Vielleicht war diese nicht die günstigste, aber defintiv eine gute Wahl.

Die Fähre legt im Norden der Insel an und so entschieden wir uns für den Playa Norte, den nördlichsten Strand der Insel. Im Gegensatz zu den Stränden in Cancun war das Wasser zwar etwas kälter, jedoch frei von Algen. Also ließen wir uns nicht lang bitten und sprangen sofort in das kristallblaue Meer. In unserem Airbnb gab es glücklicherweise auch eine Taucherbrille und einen Schnorchel, sodass wir ebenfalls am Strand schnorcheln konnten. Außer ein paar kleinen Thunfischen (sie sahen zumindest so aus) gab es zwar nichts zu sehen, dennoch ein sehr cooles Erlebnis!

Aus Millys Perspektive: Marcel – der einzige Mensch am Strand mit Taucherbrille – freut sich wie ein kleines Kind, weil er im Meer schnorcheln kann (obwohl dort überhaupt nichts außer Sand zu sehen ist) und sobald ein Minifisch vorbei kommt, kreischend das Weite sucht! Zumindest hatten wir so beide unseren Spaß.

Die Insel lebt, wie Cancun auch, fast ausschließlich vom Tourismus, daher reihen sich auch hier Souvenirstände und Restaurants aneinander. Ähnlich wie aus den Türkeiurlauben bekannt versuchen auch hier alle Verkäufer, einen in das jeweilige Geschäft zu lotsen, was auf Dauer ein wenig nervig wurde. Dennoch entschädigen die Strände der Insel dafür und machten zumindest unseren letzten Tag in Cancun wirklich besonders!

 

Auf dem Rückweg vom ADO-Busbahnhof zur Unterkunft machten wir bei einem Tacostand Halt und aßen zum ersten Mal das inoffizielle Nationalgericht, welches es quasi an jeder Straßenecke zu kaufen gibt. In unserem Fall bekamen wir übrigens ‘nur’ den Teigfladen mit vorher gewähltem Fleisch, Beilagen bestellt man sich je nach belieben dazu. Verschiedene Soßen stand auf den Tischen, sodass man sich seinen Taco nach belieben belegen konnte.

 

Für uns geht es nun weiter nach Tulum!

Milly und Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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