Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Cajamarca

Zu Besuch in Cajamarca

Weiter Richtung Norden machten wir in Cajamarca halt, einer mittelgroßen Stadt mit ca. 280.000 Einwohnern. Cajamarca ist international am ehesten für seine Bodenschätze bekannt, im Umfeld befindet sich bspw. die profitabelste Goldmine der Welt, Yanacocha. Aber auch einige Relikte aus der Zeit der Inka sind in Cajamarca zu Hause!

 

Unser Hostel:

In Cajamarca schliefen wir im Hostel ‘Chakra Runa Backpacker’, welches zwar eine Viertelstunde vom Zentrum aber nur 10 Minuten vom Busbahnhof entfernt lag. Wir kamen bereits um 6:00 Uhr morgens mit dem Nachtbus an, glücklicherweise konnten wir direkt zum Hostel und auf einem Sofa dösend auf unser Zimmer warten. Witzigerweise arbeitete im Hostel derzeit eine deutsche Volunteerin aus Baden-Württemberg, sodass wir uns mal wieder entspannt unterhalten konnten.

Das Hostel ist relativ klein, dafür aber sehr gemütlich und definitiv empfehlenswert!

 

Was es zu sehen gab:

Die Stadt Cajamarca hat zwar die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu bieten, die meisten Highlights befinden sich jedoch im direkten Umland. Wir hatten uns im Vorfeld nicht wirklich informiert und waren ziemlich überrascht, wie bergig es dort doch ist. Cajamarca liegt auf über 2700m und damit wieder wesentlich höher als z.B. Trujillo, eigentlich hatten wir Richtung Norden eher flacheres Land erwartet. Dementsprechend bieten sich auch in Cajamarca Trekkingtouren an, nach Huaraz haben wir diese jedoch erstmal für uns ausgeschlossen.

Plaza de Armas:

Auch in Cajamarca bildet die Plaza de Armas wieder das Zentrum der Stadt. Sie ist zwar nicht so auffällig wie z.B. die Plaza in Trujillo, dennoch lohnte sich der Besuch.

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Cerro Santa Apolonia:

Der Apolonia-Hügel ist ein natürlicher Hügel neben der Plaza de Armas, von welchem man einen Überblick über die gesamte Stadt bekommen kann. Zunächst führen ein paar Treppen zu einer Straße, die als Aussichtspunkt bereits ausreicht. An dieser Straße befindet sich eine kleine Kirche. Über weitere Steinstufen gelangt man an die Spitze des Hügels, an welcher sich die ganze Größe der Stadt zeigt. Selbst ‘hinter’ dem Hügel in den Bergen sind die Berghänge bewohnt.

Als historisches ‘Highlight’ befindet sich auf der Spitze des Hügels ‘la Silla del Inca’, ein Sitz aus Stein. Vor vielen Jahren soll hier der Inka-Herrscher Atahualpa gesessen haben, heute ist von diesem Sitz jedoch leider nicht mehr viel erhalten. 

Hier stehen wir auf den Überresten des ‘Silla del Inca’.

 

Banos del Inca:

Die Inkabäder befinden sich einige Kilometer außerhalb, sind jedoch mit dem Colectivo einfach erreichbar. An diesem Ort soll sich bereits Atahualpa aufgehalten haben, als die Spanier in Cajamarca einfielen.

Das Besondere an diesen Bädern ist die Tatsache, dass es Thermalbäder sind. Das Wasser ist daher natürlich über 90 Grad heiß. Im Nachhinein lasen wir, dass man auch heute noch die originalen Thermalbäder besichtigen kann, wir fanden vor Ort leider nur die ‘modernen’ Bäder. Die Badedauer beträgt immer 30 Minuten, man kann zwischen privaten Familien- sowie öffentlichen Bädern wählen. Wir nahmen ein privates Familienbad, welches aus einem Raum mit einer überdimensionierte Badewanne bestand. Man lässt sich das Wasser selbst ein (und kann so die Temperatur bestimmen) und hat anschließend Zeit zum Baden. Ehrlicherweise waren wir ein wenig enttäuscht, die Bäder kamen uns eher wie ein Schwimmbad vor. Wir hatten uns im Vorfeld wenig informiert, hatten im Kopf aber eher etwas anderes erwartet. Dennoch war es definitiv eine Erfahrung wert.

 

Fenster von Otuzco:

Ebenfalls einige Kilometer außerhalb, im kleinen Örtchen Otuzco, befinden sich die ‘Fenster von Otuzco’ (span. Ventanillas de Otuzco). Bei diesen Fenster handelt es sich um in Felsen eingeschlagene Mausoleen aus der Prä-Inka-Zeit, worauf Knochenfunde in den einzelnen Kammern schließen ließen.

Der Besuch lässt sich übrigens Ideal mit den Inkabädern kombinieren, beide liegen ungefähr in der gleichen Himmelsrichtung außerhalb Cajamarcas. Wir fuhren so mit dem Colectivo zu den Bädern, mit dem Taxi weiter zu den Fenstern (hier fahren wohl auch Colectivos, welche wir vor Ort jedoch erst zu spät fanden) und von dort mit dem Colectivo zurück nach Cajamarca.


 

Cajamarca ist eine lebendige Stadt, welche sich auf dem Weg Richtung Dschungel gut für eine Zwischenstation eignet. Gerade im Bereich Trekking gibt es hier im Umkreis noch sehr viele Möglichkeiten, und auch kulturell hat Cajamarca mit einigen Museen bspw. definitiv einiges zu bieten.

 

Milly & Marcel

 

Wir sind Milly und Marcel

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