Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Buenos Aires – Teil 2

Wie versprochen hier der zweite Teil unseres Buenos Aires Aufenthalts:

 

Rosengarten im Parque Tres de Febrero:

Im ‘Parque Tres de Febrero’ befindet sich neben einem See und zahlreicher Grünflächen auch dieser schöne Rosengarten. Auf der Suche nach einem neuen Profilbild räkelten sich zahlreiche Menschen hier in den Blumenbeeten, ein ziemlich witziges und empfehlenswertes Spektakel! Und der Rosengarten selber ist natürlich auch nicht schlecht..

 

Japanischer Garten:

Nur einige Minuten vom ‘Parque Tres de Febrero’ entfernt liegt der Japanische Garten (span.: Jardin Japones), angeblich der größte Japanische Garten weltweit außerhalb Japans. Die Anlage ist wirklich gut gemacht und stellt einen schönen Kontrast zum hektischen Großstadtleben dar, für umgerechnet 2,50€ lohnte sich der Besuch definitiv!

Natürlich gab es hier auch die obligatorischen Koi-Karpfen

 

Justizpalast:

An der ‘Plaza Lavalle’, eine von vielen parkähnlichen Plazen in Buenos Aires, liegen einige wichtige Gebäude, eines davon ist der Justizpalast.

Im Hintergrund der Justizpalast, davor die Plaza Lavalle

 

Teatro Colon:

Ein weiteres Gebäude an der ‘Plaza Lavalle’ stellt das Teatro Colon dar, eines der wichtigsten und eindrucksvollsten Opernhäuser der Welt. Eigentlich stand ein Besuch der Ballettaufführung des Nussknackers fest auf dem Plan, leider waren wir jedoch zu langsam und die Tickets schnell ausverkauft. Grundsätzlich kann man Veranstaltungen im Teatro Colon aber ziemlich günstig besuchen, da es neben Sitz- auch Stehplätze gibt. Ansonsten werden täglich auch Führungen angeboten, hierbei lassen sich die ‘Betreiber’ der Oper jedoch preislich nicht lumpen.

 

Floralis Generica:

Auf der ‘Plaza de las Naciones Unidas’ befindet sich diese riesige Skulptur einer Blumenblüte. Die Blüte richtet sich dabei immer nach der Sonne aus.

Direkt neben der Plaza befindet sich dieses Universitätsgebäude, ziemlich beeindruckend!

 

Friedhof La Recoleta:

Im wohlhabenderen Viertel ‘Recoleta’ befindet sich dieser Friedhof, vielleicht auf den ersten Blick eine eher ungewöhnliche Sehenswürdigkeit. Durch die vielen Mausoleen jedoch gehört dieser Friedhof zu den ‘schönsten’ (wenn man dies von einem Friedhof behaupten kann) Friedhöfen der Welt, außerdem sind hier einige bekannte Persönlichkeiten bestattet.

Neben berühmten Sportlern, Wissenschaftlern oder ehemaligen argentinischen Präsidenten ist das Grab der Evita (Eva Person, frühere Präsidentengattin) das wohl Bekannteste und Meistbesuchte. Durch ihre Wohltaten entstand ein bis heute anhaltender Personenkult um Eva Peron. Natürlich steht daher der Besuch ihres Grabes auch auf jedem Touristenplan (wovon wir uns natürlich nicht ausnehmen können), vor Ort fanden wir eine riesige Warteschlange vor dem Grab.

Ein weiteres und vielbesuchtes Grab ist das Grab von Rufina Cambaceres, in Reiseführern bekommt sie oft den Untertitel ‘das Mädchen, das zweimal starb’. Der Geschichte nach kollabierte sie auf einer Party, wurde dort fälschlicherweise für Tod erklärt und dementsprechend auch lebendig in einen Sarg gelegt. Tage später sollte der Sarg noch ein letztes Mal geöffnet werden, erschreckenderweise fand man dort Kratzspuren am Sargdeckel.

Der Friedhof ‘La Recoleta’ ist sicherlich zu Recht eine der Hauptattraktionen in Buenos Aires, durch den Touristenansturm verliert er jedoch vollständig die ruhige und bedächtige Atmosphäre. Wir denken das Bild einer Warteschlange vor einem Grab spricht hier Bände

DIese Kirche (Basilica de Nuestra Senora del Pilar) steht unmittelbar neben dem eigentlichem Friedhofsgelände

Das Grab von Rufina Cambaceres
Die Schlange vor dem Grab der Evita

 

El Ateneo:

Ebenfalls im Viertel ‘Recoleta’ liegt dieses sehr eindrucksvolle Buchgeschäft.

 

Plaza San Martin:

Eine weitere Plaza ist die ‘Plaza San Martin’, sie liegt nur wenige Meter vom Haupt- und Busbahnhof Retiro entfernt. Erwähnenswert ist neben einer großen Statue des Namensgebers ‘Jose de San Martin’ noch der ‘Torre Monumental’ (ein 75m hoher Gedenkturm), auf welchen man von der Plaza einen guten Blick bekommt.

Die Statue von Jose de San Martin
Blick auf den Torre Monumental

 

Einkaufsstraße Calle Florida:

Die Haupteinkaufsstraße ist die ‘Calle Florida’, diese verläuft von der ‘Plaza San Martin’ bis zur ‘Plaza Mayor’. Im Grunde sieht die Calle Florida wie jede andere Fußgängerzone aus, ein kleiner Bummel oder Spaziergang lohnt sich dennoch.

 

Sonntagsmarkt San Telmo:

Auch in Buenos Aires gilt: Sonntag ist Markttag! An vielen Orten in der Stadt wird jeden Sonntag Trödel der unterschiedlichsten Sorte verhökert, wir besuchten den Markt im Viertel ‘San Telmo’. Neben einer festen Markthalle bauten hier die Händler ihre Stände entlang der ‘Calle Defensa’ auf.

 

Puerto Madero:

Das Hafenviertel ‘Puerto Madero’ gehört zu den jüngsten Stadtteilen in Buenos Aires. Durch die Inbetriebnahme des neuen Hafens ‘Puerto Nuevo’ im Jahre 1926 verlor der Puerto Madero damals seine wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt. 1989 unterschrieb die Regierung einen Vertrag zur Urbanisierung des Viertel, seitdem wurden die alten Warenhäuser durch Investoren zu Lofts oder Hotels umgewandelt, heute gilt ‘Puerto Madero’ als das Trendviertel in Buenos Aires. Prinzipiell kann man die Entwicklung gut mit der Speicherstadt in Hamburg vergleichen, teilweise erinnerte uns Puerto Madero auch optisch an die Speicherstadt.

Eine Sehenswürdigkeit von Puerto Madero ist die ‘Frauenbrücke’ (‘Puente de la Mujer’), eine reine Fußgängerbrücke. 

 

Obelisk & Avenida 9 de Julio:

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Obelisk, ein 1936 anlässlich des 400. Jubiläums der Stadtgründung errichtetes, 67m hohes Denkmal. Es befindet sich mitten auf der Avenida 9 de Julio, der Hauptverkehrsstraße von Buenos Aires. Mit einer Breite von 140m gilt sie als die breiteste Straße der Welt.

 

Abschließend ein kleines Fazit zu Buenos Aires: Durch die verhältnismäßig lange Zeit, die wir in Buenos Aires verbrachten, konnten wir einen ziemlich guten Eindruck von der Stadt gewinnen. Dennoch haben wir noch längst nicht alles gesehen, es gibt einfach unfassbar viel zu entdecken. Der Nahverkehr ist gut ausgebaut und sehr einfach, dennoch machten wir hier unsere einzige negative Erfahrung: In einer unachtsamen Minute wurde leider Millys Handy aus der Tasche gezogen, ein leider bekanntes Risiko in der Metro (allerdings kann man hiervon wohl keine Stadt der Welt ausnehmen). Ansonsten haben wir uns wirklich wohl gefühlt, hier hat natürlich auch das Hostel einen großen Beitrag geleistet. Wir haben die Zeit und insbesondere auch die Feiertage (an welchen wir durchaus auch mit ein wenig Heimweh zu kämpfen hatten) genossen und verabschieden uns nun mit mindestens einem weinenden Auge aus Buenos Aires.

An dieser Stelle endet auch unsere Zeit in Argentinien, mit dem Bus geht es für uns als nächstes nach Paraguay (und, eines vorweg, in eine andere Welt). Mit 18 Stunden wird dies unsere bislang längste Busfahrt, wir sind gespannt!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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