Mittel-/Südamerika,  Reisetagebuch

Buenos Aires – Teil 1

Achtzehn Tage in Buenos Aires!

Was darf bei einer Reise durch Argentinien nicht fehlen? Natürlich: Buenos Aires! Buenos Aires ist nicht nur die Hauptstadt Argentiniens, sondern eine der wichtigsten Metropolen Südamerikas. Zwar wohnen offiziell nur ca. 2,9 Millionen Menschen in der Stadt, die umliegende Metropolregion ‘Gran Buenos Aires’ gehört mit 13 Millionen Menschen jedoch zu den größten in Südamerika. Fast jeder dritte Argentinier wohnt in Buenos Aires. 

Da unser Patagonien-Besuch spontan entfiel, wir die Feiertage jedoch unbedingt in Buenos Aires verbringen wollten, entschieden wir uns am Ende für einen längeren und somit auch entspannteren Besuch der Stadt und verbrachten am Ende insgesamt 2 1/2 Wochen dort. Wir legten zwar einige Ruhetage an, besuchten jedoch auch viele Sehenswürdigkeiten (von welchen es dort wirklich viele gibt!), sodass am Ende eine längere Liste entstand. Aus diesem Grund teilen wir unseren Aufenthalt auf zwei(!) Beiträge auf.

Unser Hostel: 

Streng genommen wohnten wir in Buenos Aires in zwei Hostels, da unser Wunschhostel für die ersten beiden Nächte nicht verfügbar war. Somit schliefen wir die ersten beiden Nächte im Hostel ‘Art Factory Palermo’, welches wir hier jedoch maximal kurz erwähnen wollen. Mit Ausnahme der Küche war die ‘Art Factory’ sicherlich solide, wie in vielen ‘Ketten-Hostels’ fehlte jedoch einfach die Atmosphäre.

Im Anschluss zogen wir in das ‘Sabatico Travellers Hostel’ und machten damit einen echten Glücksgriff! Wir wechselten zwar aus dem Party-Viertel Palermo in das ruhige Viertel Montserrat, dies ist aber auch wirklich der einzige kleine Negativpunkt am ‘Sabatico Travellers Hostel’. Das Hostel war super entspannt eingerichtet, die 4er-Zimmer ausreichend groß und die Betten wirklich bequem. Die Leute vom Hostel waren wahnsinnig nett und außerdem gab es die am besten ausgestattete Küche bisher. Rundherum: Es war mit Abstand das beste Hostel unserer Reise!

Ein weiterer Pluspunkt waren die angebotenen Aktivitäten: Jeden Tag gab es ein abwechselndes Programm, u.a. nahmen wir so an beiden Freitagen am Pub-Crawl teil und lernten ein wenig das Partyviertel Palermo kennen (und mussten nach langer, langer Zeit auch mal wieder einen Kater ertragen).

Ein weiterer Punkt war das jeweils samstags veranstaltete argentinische Barbecue, dies war auf jeden Fall die Erfahrung wert (wenn auch ehrlicherweise nicht ganz so gut wie das spontane Asado in Rosario)!

Außerdem gab es noch Pingpong-Turniere, ein gemeinsames Empanadas-Backen (die typische argentinische Teigtasche) oder der Besuch der coolen Trommelshow ‘La Bomba de Tiempo’, aber dazu weiter unten mehr.

 

Was es zu sehen gab: 

Plaza Mayor:

Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Plaza Mayor, an welcher sich gleich einige imposante Gebäude befinden. Das Casa Rosada (dt.: das rosa Haus) ist der Palast des argentinischen Präsidenten und befindet sich am östlichen Ende der Plaza.  

 

Am anderen Ende der Plaza steht der Cabildo von Buenos Aires, im 18. und 19. Jahrhundert diente er als Regierungssitz im damaligen ‘Königreichs des Rio de la Plata’. Heute befindet sich im Gebäude ein Museum.

 

Ebenfalls an der Plaza Mayor befindet sich die Kathedrale von Buenos Aires, von außen erinnert sie jedoch eher an ein griechisches Gebäude.  Bis 2013 war Jorge Mario Bergoglio in dieser Kirche als Erzbischof tätig, heute ist er als Papst Franziskus das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

Auch die restlichen Gebäude an der Plaza sind wirklich schön anzusehen, im gesamten Bereich findet man viele verzierte Altbaufassaden vor.

 

Der Nationalkongress:

Der argentinische Nationalkongress ist zum einen der Sitz der argentinischen Regierung, zum anderen das vielleicht beeindruckendste Gebäude der Stadt. Über die Avenida Mayor ist der Nationalkongress mit der Plaza Mayor in einer Linie verbunden.

Vor dem Kongress befindet sich die Plaza del Congreso, auf dieser steht das Monumento de los dos Congresos. Dieses erinnert an zwei Kongressversammlungen aus dem 19. Jahrhundert, welche am Ende zur Unabhängigkeit Argentiniens führten.

Im Hintergrund der Nationalkongress, davor das ‘Monumento de los dos Congresos’

 

La Boca:

Das berühmteste der 48 Viertel der Stadt ist ‘La Boca’, ursprünglich von italienischen Einwanderern gegründet. Heute ist es bei Touristen vor allem für die bunt angemalten Häuser bekannt, die berühmteste Straße heißt ‘El Caminito’ (dt.: der kleine Weg).

Der Besuch von ‘La Boca’ ist für jeden Touristen ein absolutes Muss, dies merkt man vor Ort jedoch auch deutlich. Wirklich authentisch ist dieser Ort nicht, stattdessen befinden sich eine Vielzahl von Souvenirläden oder Restaurants dort. Außerdem stößt man dort auf arrangierte Tangovorführungen.

Der ‘El Caminito’

 

La Bombonera:

Neben ‘El Caminito’ ist das ‘La Bombonera’ (dt. die Pralinenschachtel) die zweite Hauptattraktion des Viertels. Die Heimspielstätte des argentinischen Rekordmeisters CA Boca Juniors ist weltberühmt und gilt als das vielleicht schönste Stadion der Welt. Leider machten uns die Krawalle rund um das Finalrückspiel der Copa Libertadores und den damit verbundenen Verschiebungen (wodurch das angepeilte Ligaspiel in den Januar verschoben wurde) einen Strich durch die Rechnung, stattdessen musste also mit mindestens (!) zwei tränenden Augen die Stadiontour als Ersatz herhalten.

Zu der Stadiontour gehörte auch eine Besichtigung des angeschlossenen Museums, in welchem die ruhmreiche Historie der Boca Juniors noch einmal nacherzählt wird.

 

Tigre:

Die kleine Stadt Tigre, welche ca. 40km vom Zentrum Buenos Aires entfernt liegt, gilt als beliebtes Ausflugsziel für Touristen sowie als Naherholungsgebiet für viele Porteños (so werden die Einwohner Buenos Aires umgangssprachlich genannt). 

Berühmt ist Tigre vor allem für das Fluss-Delta des Rio Parana, ansonsten gibt es dort u.a. noch einen Vergnügungspark (Parque de la Costa) sowie den bekannten ‘Puerto de Frutos’ (ein Markt, auf welchem man nahezu alles kaufen kann). Leider waren die meisten Stände des Marktes nicht geöffnet, den Grund dafür kennen wir nicht.

Puerto de Frutos

Mit gerade einmal 30 Cent war die Zugfahrt quasi kostenlos, bereut haben wir den Besuch von Tigre daher nicht. Ehrlicherweise hat uns die kleine Stadt (mit Ausnahme des Hafenbereichs) aber nicht wirklich gefallen, wir traten bereits nach einer Stunde wieder die Heimfahrt an.

 

La Bomba de Tiempo:

Wie bereits oben erwähnt besuchten wir mit Leuten aus dem Hostel die Trommelshow ‘La Bomba de Tiempo’. Wir hatten zwar nicht wirklich etwas erwartet, vor Ort wurden wir dennoch ziemlich überrascht. Statt einer Show wurde uns eher ein Konzert geboten, dieses war aber wirklich richtig gut! Zu den Trommelrhythmen konnte wir uns zu Beginn (im krassen Gegensatz zu den Argentiniern!) mit unseren norddeutschen Hüften nicht richtig bewegen, mit der Zeit wurde dies aber besser und so erlebten wir einen ziemlich coolen Abend!

Ausnahmsweise mal ein Bild von Google, wir wollten schließlich Spaß haben:-)

 

An dieser Stelle war’s das mit dem ersten Teil, in einigen Tagen werden wir dann noch den Rest in Worte fassen und hier veröffentlichen. Bis dann!

Um zum zweiten Teil zu kommen klicke hier

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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