Interrail,  Reisetagebuch

Bratislava

Ein etwas anderer Aufenthalt in Bratislava!

Am Sonntag ging es aus dem schönen Krakau weiter nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Bei der Planung der Tour haben wir einen Stop auf dem Weg zwischen Krakau und Wien gesucht, und da lag Bratislava an der Grenze zu Österreich perfekt auf dem Weg. Im Vorfeld haben wir uns ehrlicherweise keinen Zentimeter mit der Stadt auseinandergesetzt, daher waren wir gespannt was uns erwarten würde.

Die Zugfahrt verlief entspannt, im tschechischen Bohumin mussten wir einmal den Zug wechseln und waren so nach ca. 6 Stunden um kurz vor 17:00 Uhr in Bratislava. Da wir in den Unterkünften bisher keinen Fernseher hatten bekamen wir eher wenig von der WM mit, das Deutschlandspiel konnten wir uns aber natürlich nicht entgehen lassen. Raus aus dem Zug sofort in die nächste Kneipe (Antik-Café – und der Name war Programm!) und schauten uns bei Pommes und slowakischem Bier das Elend an. Im Anschluss gingen wir dann zum Hostel, es konnte ja nur besser werden.

 

Unser Hostel:

Da wir seit Kopenhagen ausschließlich in Airbnb‘s geschlafen haben (was zu zweit eigentlich immer günstiger und komfortabler ist) wollten wir nun zur Abwechslung im Hostel schlafen. Mit dem ‚Wild Elephants Hostel‘ machten wir dabei einen echten Glücksgriff! Mitten in der Altstadt gelegen wird dieses Hostel ausschließlich von Freiwilligen ‚betrieben‘, welche mit viel Engagement dabei waren (und sind). Bereits am ersten Abend machten wir uns nach Check-In auf den Weg in das obere Geschoss, in welchem eine Bar und einige Gemeinschaftsräume eingerichtet waren. Zwar fühlten wir uns mit unseren eher durchschnittlichen Englischkenntnissen zunächst etwas beschränkt zwischen den gefühlt ausschließlich aus Kanada, England oder den USA kommenden anderen Gästen, aber die offene Stimmung dort, die Animation der Freiwilligen zu diversen Spielen und das slowakische Bier ließen dies schnell vergehen. Und so hatten wir seit langem wieder einen netten Abend unter coolen Leuten! Selbst Tattoos konnte man sich vor Ort vom Barmann stechen lassen, mal sehen was unsere Eltern nach Ankunft dazu sagen werden 🙂 

Auch am zweiten Abend erlebten wir dank Gemeinschaftsessen (scheiße scharfem Chili!) und anschließendem Pub Crawl eine richtig gute Zeit, sodass allein schon das Hostel diese Stadt zu einem richtig coolen Stop machte!

Untergebracht waren wir übrigens in einem soliden 9 Bett Zimmer, welches völlig in Ordnung war. Und das englische Pärchen in unserem Zimmer sorgte für einige Lacher bei uns, nachdem beide sich abwechselnd an den Abenden die Lichter ausknipsten und abwesend quer vor der Zimmertür liegend oder angezogen (inkl. Schuhe) im Bett vegetierten. Man sollte jedoch nicht über den Durst trinken und in der Bar einschlafen denn sonst könnte es sein, dass einem am nächsten Morgen die Augenbrauen fehlen – armer Gast! 😀

Link zum Hostel: https://bit.ly/2T5ReF6

 

Sehenswürdigkeiten & Tipps:

Wie bereits erwähnt konnten wir in Bratislava nicht mit geballtem Vorwissen glänzen, und die abendlichen Aktivitäten steigerten unsere Fitness auch nicht unbedingt. In Hostelnähe befand sich jedoch eine Touri-Info, welche uns mit einer Karte versorgte. Auf dieser waren praktischerweise die zehn wichtigsten Attraktionen der Stadt schon eingezeichnet (welche wir dann noch kürzten), sodass wir uns am Montagnachmittag auf den Weg durch die Stadt machten.

Der UFO-Turm:

Auf der ‚Brücke des Slowakischen Nationalaufstands‘ ist ein knapp 85 Meter hoher Turm errichtet worden, dessen oberster Teil an ein UFO erinnert. In diesem UFO ist ein Restaurant ansässig, außerdem kann man für schlanke 7€ per Aufzug die Aussicht von oben genießen. Im Hostel wurde und streng davon abgeraten, und so betrachteten wir diese ‚Sehenswürdigkeit‘ vom Donauufer aus.

 

St. Martinsdom:

Auf dem Weg vom Donauufer zur Bratislavaer Burg liefen wir am St. Michaelsdom vorbei, einer Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert. Besonders der 87m hohe Turm lässt die Kirche von Weitem sichtbar werden und macht sie zur höchsten Kirche der Stadt.

 

Bratislavaer Burg:

Westlich der Altstadt auf einem Felsen in 85 Metern Höhe (im Vergleich zum Donauufer) befand sich unser drittes Ziel, die Bratislavaer Burg. Während hier früher Herrscher residierten hat die Burg heute er repräsentativen Charakter, thront sie doch markant über der Stadt. Die Anlage ist wirklich nett und bietet einem zudem einen schönen Ausblick.

 

Slavin:

Vierte Anlaufstelle sollte das Denkmal Slavin sein, welches gleichzeitig auch ein Friedhof darstellt. Es erinnert an die 6845 sowjetischen Soldaten, welche im Zuge der Befreiung Bratislavas im Zweiten Weltkrieg 1945 gefallen sind. Sie liegen ebenfalls hier in Einzel- oder Massengräbern begraben.

Das zentrale Element des Denkmals bildet eine Ehrenhalle, auf welcher ein ca. 40m hoher Turm mit der Statue eines siegreichen sowjetischen Soldaten errichtet wurde.

Das Denkmal befindet sich auf einem Berg, nordwestlich der Altstadt. Dank Marcels glorreichen Fähigkeiten die Karte zu lesen gingen wir auf dem Weg von der Burg zum Denkmal leider in einem kurzen Zeitraum der Orientierungslosigkeit zunächst ein ganzes Stück bergab, sodass wir die Höhe des Berges, auf welchem das Denkmal steht, schweißtreibend in voller Gänze erfahren durften.

 

Palais Grassalkovich:

Auf dem Weg zurück zur Altstadt gingen wir am Palais Grassalkovich vorbei, welches heute der Sitz des Präsidenten der slowakischen Republik ist. Nach stadtauswärts schließt sich an das Gebäude ein kleiner Park an.

 

Nach Anreise im Hostel wurde uns vorgeschlagen eine Garlic-Soup in einem Pub zu essen, was wir dann auch als Tagesabschluss gemacht haben:

Insgesamt hat uns unser Aufenthalt super gefallen und war eine nette Abwechslung. Jeder der günstig feiern möchte empfehlen wir – auf nach Bratislava ins Wild Elefant Hostel! 

Milly und Marcel 

PS: wir haben uns natürlich kein Tattoo machen lassen 

 

Wir sind Milly und Marcel

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