Asien,  Reisetagebuch

Bagan

Nach einem wirklich anstrengendem und doch größtenteils langweiligem Tag (da 12 Stunden Bus/LKW) hätten wir zur Krönung beinahe unseren Bus nach Bagan verpasst, glücklicherweise fanden wir aber irgendwie in der bisher chaotischen Busstation unserer Reise unseren Bus. Dieser überraschte uns aber durchaus positiv: Pro Reihe gab es lediglich 3 Sitze und auch der Abstand zwischen den Reihen war großzügig bemessen. Es gab eine Decke und ein Nackenkissen, außerdem noch einen Snack und ein Getränk. Für lediglich 12€ pro Person verbrachten wir so eine komfortable Nacht (eine der besten Nächte in einem Nachtbus bisher!) und erwachten am frühen Morgen in Bagan, der Stadt der tausend Tempel.

 

Unser Hotel:

Bagan gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Orten in Myanmar (wenn es nicht sogar der beliebteste Ort ist), dennoch mangelt es dort an günstigen Backpacker-Hostels. Stattdessen ‘mussten’ wir also in einem Hotel mit Doppelzimmer und eigenem Bad schlafen, für den Geldbeutel war dies natürlich nicht optimal. Dafür bekamen wir im ‘Myo Thu Hotel’ für 11€ p.P. und Nacht ein großzügiges und sauberes Zimmer mit Klimaanlage, ein gutes Frühstücksbüffet und einen guten Service. 

 

Was es zu sehen gab:

Ab dem 9. Jahrhundert war Bagan für 450 Jahre die Hauptstadt des ‘Königreich Bagans’. Die gläubigen Herrscher ließen in den 250 friedlichen Jahren der Herrschaftszeit über 6000 Pagoden auf einem 36km2 großen Areal errichteten, heute sind davon noch 2000 Pagoden erhalten. Damit gehört Bagan zu den größten archäologischen Stätten in ganz Südostasien.

Die Erkundung der Region ist am einfachsten und flexibelsten mit dem Roller zu bewerkstelligen, in Bagan dürfen Touristen dabei lediglich E-Roller ausleihen. Für uns war es das erste Mal auf einem elektrischem Roller, bis auf die fehlenden Motorgeräusche ist der Unterschied aber gar nicht so groß. Die Batterien allerdings waren meistens nach maximal drei Stunden leer und wir fuhren nicht nur einmal mit Schrittgeschwindigkeit (mit schwindendem Akku wird die Leistung immer weniger) zurück zum Hotel, geschafft haben wir es aber glücklicherweise immer.

An dieser Stelle wollen wir nur die wichtigsten Tempel vorstellen, gesehen haben wir aber unzählige mehr:

Shwezigon-Pagode:

Die ‘Shwezigon-Pagode’ ist der berühmteste Tempel in Bagan und mit seiner riesigen goldenen Stupa auch eine wirklich ansehnlicher Tempel. Die Pagode beherbergt einige wichtige buddhistische Reliquien und genießt daher unter den Buddhisten größte Verehrung.

 

Aufgrund der Weitläufigkeit des Geländes sind Touristenmassen in Bagan eigentlich kein Problem, die ‘Shwezigon-Pagode’ bildet davon allerdings eine kleine Ausnahme. Die Menge bewegt sich hier definitiv noch im vernünftigen Rahmen, dennoch trifft man hier durchaus auf die klassischen Busreisegruppen.

Ananda-Tempel:

Der ‘Ananda-Tempel’ ist bereits von weitem zu sehen, immerhin gehört er zu den elf größten Bauwerken in Bagan.

 

Thatbyinnyu-Tempel:

Noch größer als der ‘Ananda-Tempel’ ist mit 61m der ‘Thatbyinnyu-Tempel’, der höchste Tempel in Bagan.

 

 

Der Sonnenaufgang in Bagan:

Die Sonnenauf- und untergänge sind in Bagan definitiv besonders, jeden Morgen steigen zusätzlich unzählige Heißluftballons auf. Wir ließen uns den Anblick natürlich nicht nehmen.

Leider ist seit einiger Zeit das Besteigen von Tempeln nicht mehr möglich, noch vor einigen Monaten konnte man so einen wohl unfassbar schönen Blick auf die vielen Tempel bekommen. Im Sinne der Tempel ist dies natürlich absolut verständlich, den Ausblick hätten wir dennoch gerne gesehen.

Weitere Tempel:

Bagan ist schon ein fantastischer Ort und gehört daher zu Recht zu den beliebtesten Zielen in Myanmar. Besonders das Fahren mit dem Roller durch die wüstenähnliche Landschaft war etwas ganz besonderes und wird uns definitiv in Erinnerung bleiben!

Milly & Marcel

Wir sind Milly und Marcel

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